Projekt für den Westerkappelner Süden Neue Bauplätze in Velpe?

Von Frank Klausmeyer

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Eine Fläche westlich vom Velper Esch und nördlich der Laggenbecker Straße soll als kleines Baugebiet entwickelt werden. Im Hintergrund ist der Turm der Hambürener Kirche zu erkennen. Foto: Frank KlausmeyerEine Fläche westlich vom Velper Esch und nördlich der Laggenbecker Straße soll als kleines Baugebiet entwickelt werden. Im Hintergrund ist der Turm der Hambürener Kirche zu erkennen. Foto: Frank Klausmeyer

Westerkappeln. Bauland ist in der Gemeinde Westerkappeln knapp. Zwar stehen am Gartenmoorweg noch rund 40 Grundstücke zur Verfügung. Wenn die weg sind, gibt es aber in der Ortslage keine Flächen mehr. In Velpe könnte sich noch etwas entwickeln.

Im Süden der Gemeinde schiebt die Regionalplanung einer nennenswerten Siedlungsentwicklung zwar den Riegel vor, nun sollen immerhin in Velpe ein paar neue Bauplätze erschlossen werden.

Der 2018 verabschiedete Regionalplan fürs Münsterland hat sich eine nachhaltige Raumentwicklung zum Ziel gesetzt. Bei der künftigen Bereitstellung von Wohnbauflächen sollen die Städte und Gemeinden nicht zuletzt die Demografie im Auge behalten. Ortsteile mit unter 2000 Einwohnern sollen deshalb am Bedarf der ortsansässigen Bevölkerung weiterentwickelt werden. Das heißt: Zuzug von außen ist nicht unbedingt erwünscht.

Bebauungsplan anpassen

Deshalb wird die Bezirksregierung in Münster Bemühungen für neue Wohnbaugebiete bremsen. Es sei denn, es gibt noch Flächen, die für eben solche Zwecke vorgesehen sind. Für ein größeres Areal nördlich der Laggenbecker Straße in Velpe trifft das zu. Es handelt sich um eine Hofstelle, die nach Darstellung der Gemeindeverwaltung schön längere Zeit zum Verlauf steht.

Nun will sich das Büro Projektentwicklung Korte (PK) aus Osnabrück des großen Grundstücks annehmen und dort Bauplätze für bis zu neun Einfamilienhäuser schaffen. Im Flächennutzungsplan der Gemeinde sind sie bereits als Wohnbaufläche ausgewiesen, die innerhalb des Siedlungsgebietes liegen. Dem Grundsatz des Regionalplans „Innenentwicklung hat Vorrang vor Außenentwicklung“ dürfte damit Genüge getan sein.

Ganz so einfach geht es dann aber doch nicht. Denn baurechtlich handelt es sich beim Großteil der Fläche um einen Außenbereich, wo keine Wohnhäuser gebaut werden dürfen. Deshalb wird die Aufstellung eines Bebauungsplans – Arbeitstitel „Velper Esch II“ – erforderlich. Die Kosten muss die Projektentwicklerin übernehmen.

Eigentumsrechte klären

Die Chefin des Büros wollte die Details ihrer Pläne eigentlich in einer dafür anberaumten Sitzung des Bau- und Tiefbauausschusses vorstellen. Die Zusammenkunft wurde jedoch kurzfristig abgesagt, weil es noch einige eigentumsrechtliche Fragen zu klären gibt, wie der stellvertretende Verwaltungschef Thomas Rieger auf Nachfrage erläuterte.


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