Brand in Westerkappeln Belgien liefert mutmaßliche Brandstifter aus Osnabrück aus

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Die belgischen Behörden haben am Donnerstag die beiden 22-Jährigen aus Osnabrück ausgeliefert, die das Feuer im Orientladen in Westerkappeln vor rund einem Monat gelegt haben sollen. Foto: NWM-TVDie belgischen Behörden haben am Donnerstag die beiden 22-Jährigen aus Osnabrück ausgeliefert, die das Feuer im Orientladen in Westerkappeln vor rund einem Monat gelegt haben sollen. Foto: NWM-TV

Westerkappeln/Münster. Die belgischen Behörden haben am Donnerstag die beiden 22-Jährigen aus Osnabrück ausgeliefert, die das Feuer im Orientladen in Westerkappeln vor rund einem Monat gelegt haben sollen.

Die Beamten der Mordkommission der Polizei Münster nahmen die beiden Männer an der Grenze entgegen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Münster, die Polizei Steinfurt und die Polizei Münster am Freitag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Die beiden 22-Jährigen aus Osnabrück hatten in Belgien in Auslieferungshaft gesessen.

Brandstifter sagen gegen Ladeninhaber aus

„Bei der Vernehmung zeigten sich die beiden Beschuldigten im wesentlichen geständig“, wird Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt in der Mitteilung zitiert. „Sie räumten ein, den Brand gelegt und sich durch die Verpuffung erheblich verletzt zu haben.“ Zudem hätten sie Angaben zu den übrigen Beschuldigten gemacht. Die Männer sollen demnach von den 25- und 26-jährigen Brüdern und Inhabern des Geschäfts mit der Brandlegung beauftragt worden zu sein. Die Angaben der Tatverdächtigen sollen mit weiteren Aussagen und Erkenntnissen abgeglichen werden. Die Ermittlungen dauern an.

Inhaber soll Anschlag in Auftrag gegeben haben

Der Orientladen am Kreuzplatz war am 7. Februar in Flammen aufgegangen. Staatsschutz und LKA nahmen die Ermittlungen auf. Schnell gingen sie von einer Brandstiftung aus. Der Inhaber und sein Bruder sollen den Anschlag in Auftrag gegeben haben, gemeinsam organisiert mit einem 30-Jährigen aus Osnabrück. Dahinter sollen wirtschaftliche Interessen stehen.

Insgesamt sieben Festnahmen

Zehn Tage später nahmen die Ermittler fünf Personen in Deutschland fest: den Ladeninhaber und dessen Bruder, den 30-jährigen mutmaßlichen Komplizen, zwei 20 und 22 Jahre alte Männer, die die beiden 22-jährigen mutmaßlichen Brandstifter zum Tatort gefahren haben sollen. Sie hatten sich in Belgien gestellt, wurden festgenommen und nun ausgeliefert.

Den Beschuldigten wird unter anderem versuchter Mord, besonders schwere Brandstiftung und versuchter Betrug beziehungsweise Beihilfe und Anstiftung vorgeworfen. Über dem Ladenlokal hatte eine Familie gewohnt, die sich retten konnte. Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand.

Auf die Schliche kamen die Ermittler den Beschuldigten, weil einer der mutmaßlichen Brandstifter sein Handy am Tatort verloren haben soll. Die Auswertung und anschließende Überwachung führte zu den weiteren Personen.


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