Gesamtschule und Kita planen Projekt Ein Garten für Alt und Jung in Westerkappeln

Von Dietlind Ellerich

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Der Traum vom Mehrgenerationengarten, den Kita-Leiterin Anja Peters (links) seit Langem hat, ist im Modell bereits wahr geworden. Die Gesamtschüler haben nicht nur an Bereiche zum Spielen, Pflanzen und Ausruhen, sondern auch an sanitäre Anlagen und Solar-Panels gedacht. Foto: Dietlind EllerichDer Traum vom Mehrgenerationengarten, den Kita-Leiterin Anja Peters (links) seit Langem hat, ist im Modell bereits wahr geworden. Die Gesamtschüler haben nicht nur an Bereiche zum Spielen, Pflanzen und Ausruhen, sondern auch an sanitäre Anlagen und Solar-Panels gedacht. Foto: Dietlind Ellerich

Westerkappeln. Ein Mehrgenerationengarten in Westerkappeln ist für Anja Peters, Leiterin des evangelischen Familienzentrums Am Kapellenweg, schon lange ein Traum. Jetzt könnte er wahr werden.

Das steht für Peters fest, seit die evangelische Kirchengemeinde zusagte, dem Kindergarten ein rund 5800 Quadratmeter großes Gelände zwischen Burgweg und Kapellenweg kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Doch Peters war auch bewusst, dass die Einrichtung ein solches Projekt nicht alleine stemmen könnte. Auf der Suche nach einem Kooperationspartner lief sie bei Manfred Stalz, Leiter der Gesamtschule Lotte-Westerkappeln, offene Türen ein. Auch ihm ist es wichtig, etwas für die Westerkappelner Kinder und Jugendlichen zu tun.

Jung und Alt, Klein und Groß an einem Strang lautet die Devise des großen Gartenprojektes, das Schule und Kindergarten nun in Angriff genommen haben und das, so hoffen Peters und Stalz, weitere Vereine und Institutionen begeistern wird.

Gemeinsame Planung

Mit im Boot ist der Verein Ideenwerkstatt Lebens(t)raum aus Bad Salzuflen, mit dem das Familienzentrum Am Kapellenweg bereits bei der Neugestaltung seines Außengeländes erfolgreich zusammengearbeitet hat.

Am Freitag waren die Landschaftsarchitekten Heidrun Nelle und Markus Brand in Westerkappeln, um in einem Workshop gemeinsam mit Kindergartenkindern und Siebtklässlern des Projektkurses Landschaftsgestaltung, mit Eltern, Erziehern und Lehrern die ersten Planungsschritte festzulegen.

Konstruktiv vorgearbeitet hatten die Kita-Kinder und Schüler, die in der Mensa der Gesamtschule ihre Modelle erläuterten. Obstbäume zum Klettern, Schwimmteich, Hängematten am Strand, Türme, Rutschen und Tunnel durch einen Hügel – was Johann im Namen der Kleinen vorstellte, war in vielen Bereichen nicht ganz so weit entfernt von den Plänen, die die Gesamtschüler im Kleinformat umgesetzt hatten. Sie wünschen sich Platz zum Bewegen, Spielen, Pflanzen und Ernten, Ausruhen, aber auch zum Kochen, sanitäre Anlagen, einen Geräteschuppen, einen Lernraum für bis zu 30 Mikroskope sowie Solar-Panels für Küche und WLAN.

Ganz hoch im Kurs bei Kleinen und Großen steht die Natur mit Biotopen für Vögel und Schmetterlinge sowie Platz für Pferde oder Schafe. Gute Ideen wie Kunst- oder Klangobjekte, Fitnessgeräte oder Wasserspiele steuerten die Landschaftsarchitekten bei. Viel Anklang fand bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die große Mehrpersonenwippe. Um Natur, Erlebnis, Spiel und Spaß unter einen Hut zu bekommen, braucht man Geld, viel Geld, das ist allen Beteiligten bewusst.

Jetzt muss Geld her

Und sie haben sich auch Gedanken gemacht, wo es herkommen könnte. So wird die Gesamtschule einen Sponsorenlauf durchführen, dessen Erlös dem Projekt zugute kommt.

Anja Peters wünscht sich eine Beteiligung des Jugendamtes, möchte Stiftungen anschreiben, freut sich auf Spenden und über einen großen Rückhalt der Lehrer und Erzieher, vor allem aber darauf, dass viele mit anpacken, damit der Mehrgenerationengarten so bald wie möglich Wirklichkeit wird.

„Der Garten soll von der Planung über den Bau bis zur Nutzung ein langfristiges Gemeinschaftsprojekt von Jung und Alt sein“, macht Peters deutlich, dass die große Spielwiese für alle nach und nach entstehen soll.


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