Sieben Männer festgenommen Anschlag auf Westerkappelner Orientladen im Auftrag des Inhabers?

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Ein Ermittler der Spurensicherung untersucht zwei Tage nach der Explosion den ausgebrannten Orientladens im Zentrum von Westerkappeln. Foto: Frank KlausmeyerEin Ermittler der Spurensicherung untersucht zwei Tage nach der Explosion den ausgebrannten Orientladens im Zentrum von Westerkappeln. Foto: Frank Klausmeyer 

Westerkappeln. Nach dem Brand eines orientalischen Lebensmittelgeschäfts am 7. Februar in Westerkappeln hat die Staatsanwaltschaft Münster die Festnahme von sieben Tatverdächtigen bestätigt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Inhaber und sein Bruder den Anschlag in Auftrag gegeben haben.

„Nach umfangreichen Ermittlungen besteht der dringende Tatverdacht, dass die Brandlegung im Ladenlokal in Westerkappeln vom Inhaber und seinem Bruder beauftragt wurde“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Samstag in Münster. Einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft zufolge sollen die beiden 25 und 26 Jahre alten Männer aus Westerkappeln mit Unterstützung eines 30-Jährigen aus Osnabrück die Brandstiftung organisiert haben. Weiter heißt es, die Ermittler gingen davon aus, dass „wirtschaftliche Interessen den Tatentschluss begründen“ – es dürfte sich also um versuchten Versicherungsbetrug handeln.

Vorwurf des versuchten Mords

Die Beamten der Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster hätten aufgrund „umfangreicher Ermittlungen, Zeugenaussagen und der Auswertung am Tatort gefundener Spuren den vermutlichen Tatablauf aufgeklärt“, schreibt die Staatsanwaltschaft. Aufgrund dessen habe sie Haftbefehle beim Amtsgericht Münster beantragt. „Den Beschuldigten wird unter anderem versuchter Mord, besonders schwere Brandstiftung und versuchter Betrug beziehungsweise Beihilfe und Anstiftung dazu vorgeworfen“, erläuterte Oberstaatsanwalt Botzenhardt weiter.

Tatverdächtige in Belgien festgenommen

Insgesamt befinden sich demnach sieben Männer in Haft. Neben dem Ladeninhaber, seinem Bruder und dem 30-Jährigen handelt es sich um zwei 20- und 22-jährige Männer aus Osnabrück, die die beiden mutmaßlichen Brandstifter – zwei 22-Jährige aus Osnabrück – zum Tatort gefahren haben. Im Ladenlokal sollen diese Benzin verschüttet, angezündet und dadurch die Verpuffung herbeigeführt haben. Sie wurden in Belgien festgenommen, die Staatsanwaltschaft Münster hat bereits ihre Auslieferung beantragt.

Der Anschlag hatte das Zentrum von Westerkappeln um kurz nach drei Uhr in der Nacht zum 7. Februar erschüttert. Der Orientladen brannte vollständig aus, die Straße war von Trümmern übersät, ein gegenüberliegendes Geschäft wurde stark beschädigt – doch die Familien, die über dem Geschäft wohnten, blieben unverletzt.


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