Funke springt rasch über Meller Kammerorchester begeistert Westerkappelner

Von Sunhild Salaschek

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Enthusiastisch: Die Solistin Sophie-Charlotte Rees mit ihrem Violoncello, der Dirigent Ewald Bitter und das gesamte Orchester begeisterten das Westerkappelner Publikum mit ihren Darbietungen. Foto: Sunhild SalaschekEnthusiastisch: Die Solistin Sophie-Charlotte Rees mit ihrem Violoncello, der Dirigent Ewald Bitter und das gesamte Orchester begeisterten das Westerkappelner Publikum mit ihren Darbietungen. Foto: Sunhild Salaschek

Westerkappeln. Am vergangenen Sonntag erfreute das Meller Kammerorchester bereits zum 4. Mal die Besucher der evangelischen Stadtkirche von Westerkappeln, wie Pfarrerin Angelika Oberbeckmann bei der Begrüßung erwähnte.

Für das Konzert in der Epiphaniaszeit hatten der Leiter Ewald Bitter und sein Orchester auch in diesem Jahr sehr ansprechende Werke von Barock bis Klassik ausgewählt.

Auch die Spieler selbst hatten in diesem Orchester Programmvorschläge gemacht. So ist es kein Wunder, dass die Instrumentalisten besonders enthusiastisch bei der Sache waren und der entscheidende Funke rasch auf die Hörer übersprang.

Dynamischer Bach

Das Meller Kammerorchester eröffnete den Abend mit dem Brandenburgischen Konzert Nr. 3 G-Dur von Johann Sebastian Bach. Mit seiner klaren Interpretation bei deutlicher dynamischer Spannbreite kostete das Orchester den Wechsel von Soli und Tutti sowie die Vielstimmigkeit des beliebten Werkes voll aus. Dass dies bei angenehm raschem Tempo gelang, war von Anfang an bewundernswert.

Klangvielfalt im Wechselspiel der Instrumente

Auf Vater-Bach folgte die 1. Sinfonie D-Dur seines Sohnes Carl Philipp Emanuel. Hätte nicht die Freude über die Musik im Vordergrund gestanden, wäre diese Stückauswahl auch eine Lehrstunde darüber gewesen, wie sich nun mit dem Wechselspiel von warmen Streicherstimmen und deutlich markanteren Bläsertönen eine immer größere Vielfalt ergibt, die das Orchester vor den Hörern wunderbar ausbreitete.

Junge Solistin begeistert

Nach einer kleinen Umbaupause faszinierte die junge Sophie-Charlotte Rees als Solistin beim Konzert für Violoncello und Orchester von Luigi Boccerini. Vom Orchester behutsam getragen, spielte die unter anderem beim Bundeswettbewerb von „Jugend Musiziert“ mehrfach preisgekrönte Cellistin sich sofort in die Herzen des Publikums. Sie interpretierte die mit Doppelgriffen in schwierigsten Lagen gepfefferten virtuosen Kadenzen ebenso selbstverständlich, wie die von Boccerini vorgegebenen zarten Klänge. Eine bewunderte Leistung.

Großes Orchester mit Paukenschlag

Das war aber noch nicht alles. Bei der Haffner-Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart wirkten neben den Streichern und den Holzbläsern auch Blechbläser und sogar eine Pauke mit.

Bitter leitete den krönenden Abschluss des Konzertes mit den Worten ein: „Mit großem Orchester und der Pauke wird es jetzt etwas lauter – aber schön!“ Dem ist nichts hinzuzufügen und so ging das festliche Konzert glänzend zu Ende.

Das begeisterte Publikum hofft demnach offenbar auf eine Fortsetzung des wundervollen Abends im nächsten Jahr.


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