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Erweiterungspläne: Politik uneins Wie groß soll die Vreeser Grundschule werden?

Von Mirco Moormann | 24.05.2019, 21:14 Uhr

Die Grundschule in Vrees ist zu klein, darüber ist sich die Politik einig. Uneins war sich der Schulausschuss der Samtgemeinde Werlte in der Frage nach dem Umfang der Erweiterung.

Wie Werltes Erster Samtgemeinderat Christian Rüve im Ausschuss mitteilte, sei bereits im vergangenen Jahr nach einer Besichtigung klar gewesen, dass Handlungsbedarf bestehe. Das Lehrerzimmer müsse vergrößert werden, zudem ein Besprechungs- und ein Abstellraum geschaffen werden. Demnach seien Arbeiten am hinteren Bereich der Schule sowie am Dach nötig, so Rüve. Zudem sei festgestellt worden, dass aufgrund der Schülerzahlenprognose zusätzliche Unterrichtsräume benötigt werden.

Die Schule, die derzeit einzügig sei, werde sich voraussichtlich bis zum Schuljahr 2023/24 durchgehend zweizügig entwickelt haben, so Rüve. Demnach steige der Raumbedarf von derzeit vier Klassenzimmern auf acht an. Aufgrund der vorliegenden Prognose erscheine eine Übergangslösung (Aufstellung von mobilen Klassenräumen für drei Jahre) nicht ausreichend. Eine verbindliche Prognose über die künftige Entwicklung der Schülerzahlen ist laut Rüve jedoch nicht möglich, insbesondere auch weil Änderungen der Schülerzahlen möglich sind.

Zur Debatte standen mehrere Varianten. Zum einen könnte ein Klassenraum fest errichtet werden und bei Bedarf auf mobile Lösungen zurückgegriffen werden, so Rüve. Vorstellbar sei auch die Errichtung von drei festen Klassenräumen.

Heinz Schwarte (SPD) sprach sich für den Anbau eines Raumes aus, da die Schülerzahlen, die sich in Zukunft "um die 100 Schüler" bewegten, nicht mehr zulassen, so Schwarte. Die Grundschule in Lorup, die über 160 Kinder verfüge, habe nur acht Klassenräume, sodass der Anbau von drei Klassen unverhältnismäßig sei, so Schwarte. Die Erweiterung des Lehrer- und Verwaltungstraktes hingegen sei "zwingend notwendig", so Schwarte.

Prognose im Herbst abwarten

Jörg Schmalfeld (CDU) sagte mit Blick auf die Dynamik im Ort, dass auch künftig mit steigenden Schülerzahlen zu rechnen sei. Es sollten aber die endgültigen Schülerzahlen im Herbst für das Schuljahr 2024/25 abgewartet werden, um eine bestmögliche Variante zu finden. Auch Michael Westermann (CDU) wies auf die Entwicklung im Ort hin. Von den 37 neuen Grundstücken, die noch nicht erschlossen seien, seien bereits 22 verkauft, so Westermann. Man rechne mit vielen neuen Familien mit Kindern in den Baugebieten. Eine Zweizügigkeit sei deshalb auch in Zukunft nicht unwahrscheinlich, so Westermann. Rainer Pund (AfD) sprach sich für die Aufstellung ausschließlich mobiler Klassenräume aus, da die Situation über das Jahr 2024 hinaus nicht absehbar sei.

Wilhelm Helmer (CDU) riet dazu, ergebnisoffen zu planen und im Herbst eine Entscheidung bezüglich der Erweiterung zu treffen. Auch der Hinweis der Elternvertreterin Manuela Wilken-Strakeljahn, über den Anbau von zwei festen Unterrichtsräumen nachzudenken, wurde mit aufgenommen und vom Ausschuss befürwortet. Die Planungen sollen unter Einbeziehung eines Fachbüros durchgeführt werden.