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Vorschlag für Neubau bis Ende Mai Werlte nimmt Rathaus-Planungen wieder auf

Von Christian Belling | 05.03.2019, 07:12 Uhr

Welche Zukunft hat das Werlter Rathaus? Seit Jahren wird in der Stadt auf dem Hümmling über eine Erweiterung oder einen Neubau diskutiert. Jetzt soll mit dem neuen Eigentümer des Werlte-Centers über eine Lösung nachgedacht werden.

Wie Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe (CDU) auf der jüngsten Sitzung des SG-Rates mitteilte, stehe die Verwaltung bereits in einem „intensiven Austausch“ mit Josef Schoofs. Der Investor vom Niederrhein kaufte im Januar das Werlte-Center in der Ortsmitte, um dort etwas Neues entstehen zu lassen. „Er hat uns signalisiert, an einem möglichen Neubau des Rathauses mitwirken zu wollen“, so Kewe. „Wir wollen jetzt vertieft in das Gespräch gehen und die Vorschläge dahingehend prüfen, ob eine gute Idee für Werlte dabei ist.“

Öffentlichkeit soll beteiligt werden

Bis Ende Mai soll in Abstimmung mit der Samtgemeinde ein erster Planentwurf sowie ein Finanzierungsvorschlag erarbeitet werden. „Wir arbeiten unter unter Hochdruck und wollen kurz vor Ostern auch die Öffentlichkeit daran beteiligen, weil es sich dabei um einen weitreichenden Eingriff in das Stadtbild handelt“, führte Kewe weiter aus. Zur Vorbereitung der politischen Entscheidungen für den Stadtumbau und für das Rathaus wird eine Lenkungsgruppe eingesetzt.

Anbau wird zurückgestellt

Aufgrund der zu führenden Gespräche mit dem Investor wird der Verwaltung zufolge eine Sanierung und Erweiterung des bestehenden Rathauses zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter verfolgt. Der aufgrund der Raumknappheit im vergangenen September mehrheitlich beschlossene Anbau des Rathauses um vier weitere Büros wird bis zur Klärung Ende Mai zurückgestellt. Unberührt von den Planungen bleiben laut Verwaltung allerdings die Umbauarbeiten zur Schaffung von zwei weiteren Büroarbeitsplätzen.

Ein städtebaulicher Wettbewerb zum Rathausumfeld wurde im vergangenen April abgeschlossen. Die Stadt stellte dabei den Entwurf des Octagon Architekturkollektivs aus Leipzig als Sieger vor. Dieser sieht unter anderem vor, das Rathaus an die Albert-Trautmann-Straße zu versetzen.

Vier Hektar großes Areal

Wie Investor Schoofs sowie Vertreter der Stadt im Januar mitteilten, bedarf es im weiteren Verlauf zunächst der Erarbeitung eines städtebaulichen Rahmenplanes für das etwa vier Hektar große Areal rund um das Rathaus, um das gemeinsame Ziel einer attraktiven städtebaulichen Entwicklung der Stadtmitte zu erreichen. Auch das Gelände der heutigen Grundschule soll mit einbezogen werden. Ein Schwerpunkt wird dabei in der Entwicklung von Einzelhandelsflächen liegen, wie es auch schon in der Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbes formuliert wurde.

Weiter hieß es, dass der Rahmenplan sich zudem an den Anforderungen der Städtebauförderung orientieren müsse, denn nur mit einer Aufnahme der Stadt in das Programm erscheine die Durchführung der angestrebten und notwendigen begleitenden öffentlichen Maßnahmen finanziell realistisch.