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Verwaltung gegen investive Maßnahmen Debatte über Zukunft der Sportanlage Brökersfehn

Von Christian Belling | 13.11.2018, 17:39 Uhr

Erweitern oder nur die Substanz erhalten? Über diese Frage hinsichtlich der Zukunft der Schulsportfreianlage Brökersfehn ist im Schulausschuss der Samtgemeinde Werlte intensiv debattiert worden.

„Darüber wurde kontrovers diskutiert“, teilte SG-Bürgermeister Ludger Kewe im Nachgang der Sitzung mit. Der Debatte war ein von der SPD-Fraktion unterstützter Antrag der Schulen auf bauliche und strukturelle Änderungen der Schulsportfreianlage Brökersfehn vorausgegangen. Wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht, haben die Grundschule Werlte, die Oberschule Werlte sowie das Gymnasium einen Antrag auf Errichtung baulicher Anlagen wie eine überdachte Tribüne, Schiedsrichter-, Wettkampf- und Erste-Hilfe-Raum, sanitäre Anlagen, Umkleide, Garagen zur Aufbewahrung der Sportgeräte und Materialien sowie auf Wartung und Erneuerung der Schulsportfreianlage gestellt. Die Kosten für die Maßnahmen werden von der Verwaltung auf rund 243.000 Euro beziffert.

Den Antrag unterstützen die Abteilungen Leichtathletik und Rugby des SV Sparta Werlte mit dem Hinweis, dass es von Vorteil wäre, wenn drei getrennte Aufbewahrungsorte geschaffen werden.

Bereits im Jahr 2001 äußerten die Schulen den Wunsch, dass auf der Schulsportfreianlage die baulichen Anlagen geschaffen werden sollen. Dies wurde laut Verwaltung aufgrund der seinerzeit schlechten Finanzsituation zurückgestellt und bisher nicht weiterverfolgt. Und auch für den aktuellen Antrag sieht die Verwaltung keine Möglichkeit für eine Realisierung. „Aufgrund der aktuellen Haushaltsituation und der bevorstehenden Großprojekte wie dem Neubau der Grundschule können die genannten Maßnahmen zurzeit nicht finanziert werden“, so Kewe. Substanzerhaltende Arbeiten würden gleichwohl weiterhin durchgeführt.

Der SG-Bürgermeister sieht für den Schulträger keine „absolute Notwendigkeit“ investiv tätig zu werden. „Die Anlage besteht seit dem Jahr 2000 und hat die vergangenen 18 Jahre funktioniert.“

Mehrheitlich gegen die Stimmen der SPD-Fraktion sprach sich der Schulausschuss für den Beschlussvorschlag der Verwaltung aus, die Prüfung und Durchführung der erforderlichen sub-stanzerhaltenden Maßnahmen im Haushaltsjahr 2019 zu beschließen sowie die investiven Maßnahmen zurückzustellen. Die endgültige Entscheidung darüber trifft der Samtgemeindeausschuss in seiner Sitzung Ende November.