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Versammlung im Schulzentrum Bürger sollen Werlter Stadtumbau mitgestalten

Von Mirco Moormann, Mirco Moormann | 25.10.2017, 11:19 Uhr

Die Werlter Stadtsanierung nimmt weiter Form an. Bei einer Informationsveranstaltung machten sich gut 60 Bürger ein Bild vom Stand der Dinge. Die Stadtverwaltung möchte alle Interessierten bei einem weiteren Arbeitstreffen zum Mitmachen animieren.

Einen Überblick verschaffte Klaus von Ohlen von der Deutschen Städte- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) aus Bremen. Die Stadtsanierung, die über die Städtebauförderung finanziell gefördert werden soll, sei ein langfristiger Prozess, bei dem man noch am Anfang stehe. Derzeit würden in den vorbereitenden Untersuchungen die örtlichen Situationen im Stadtgebiet analysiert.

Zur Disposition steht derzeit ein etwa 42 Hektar großes Gebiet, das sich in drei Teile gliedert. Dazu gehört das Gebiet rund um das Rathaus, das Areal am St.-Rapahael-Stift sowie das Bahnhofsumfeld an der Sögeler Straße. Im Zuge der Städtebauförderung können private und öffentliche Gebäude und Flächen umgestaltet oder auch einer neuen Nutzung zugeführt werden, so von Ohlen.

Auf Nachfrage aus dem Plenum wurde auch das Werlte-Center angesprochen. Dies sei laut Stadtdirektor Ludger Kewe, der den Abend moderierte, „sein sehr wichtiges Anliegen“, das jedoch „nicht leicht zu lösen“ sei. Laut von Ohlen seien Gespräche mit dem Eigentümer geführt worden. Es dürfe „über Veränderungen nachgedacht“ werden.

Beginn 2019 möglich

Wenn die Stadt Werlte in das Förderprogramm aufgenommen wird – was laut von Ohlen „nicht selbstverständlich“ sei – könnte im Jahr 2019 mit den ersten Maßnahmen begonnen werden. Für private Investoren nannte von Ohlen ein Beispiel aus Garrel, wo die DSK ebenfalls einen Umbauprozess begleite. Hier sei festgelegt worden, dass private Investoren 20 Prozent der Investitionssumme gefördert bekommen, einhergehend mit einer Sonderabschreibungsmöglichkeit innerhalb von zehn Jahren.

Bis die konkreten Maßnahmen beginnen können, dauere es aber noch. Im Herbst 2018 werde das Sozialministerium aus Hannover, das über die Vergabe der Fördermittel entscheidet, Werlte bereisen. Zu Ostern 2019 werde das Ergebnis aus Hannover erwartet, ob eine Förderung komme oder nicht.

Bis Juni 2018 müssen die Fördermittel beantragt werden. Konkret bewirbt sich die Stadt in Kooperation mit der DSK für die Programmkomponente „Stadtumbau“. Das Programm unterstützt Kommunen bei der Schaffung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen durch die Anpassung städtebaulicher Maßnahmen. Ziel der Stadt ist es, in dieses Programm aufgenommen zu werden, um dadurch städtebauliche Sanierungsmaßnahmen mit Bundes- und Landesmitteln (je ein Drittel) finanzieren und umsetzen zu können.

Entscheidung über Rathaus offen

Dazu könnte auch die Umnutzung des jetzigen Rathausstandortes gehören. Wie berichtet ist noch offen, ob das Gebäude erweitert und saniert wird, oder komplett neu gebaut wird. Auch das Gelände der Grundschule, die voraussichtlich 2020 abgerissen werden soll, steht zur Disposition.

Hier soll ein städtebaulicher Wettbewerb für die Flächen innerhalb des Bereichs Kolpingstraße, Kirchstraße, Hauptstraße und Loruper Straße (Teil 1) helfen. Durch den Planungswettbewerb sollen gestalterische Ideen für eine mögliche Entwicklung des innerstädtischen Quartiers rund um das Rathaus erarbeitet und diskutiert werden.

Hier können die Bürger erneut mitwirken. Am Mittwoch, 1. November, wird ein Workshop in der Mensa des Schulzentrums stattfinden. Alle Flächen- und Immobilieneigentümer innerhalb des Bereichs rund um das Rathaus, aber auch alle weiteren Interessierten, sind ab 15 Uhr eingeladen, sich mit Ideen einzubringen. Anmeldungen nimmt Andrea Jansen von der Stadt Werlte unter Telefon 05951/20136 entgegen.

Letztlich sollen diese Ideen in die Auslobungsunterlagen für die Teilnehmer am Wettbewerb miteinfließen. Der Wettbewerb soll im März 2018 abgeschlossen sein und ein Ergebnis, auf dessen Basis die Umgestaltung des Rathausumfeldes angegangen werden soll, vorliegen.