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Unfall bleibt stundenlang unentdeckt Auto fliegt über Mittelradde

11.09.2011, 15:01 Uhr

Bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 55 zwischen Vinnen und Wieste ist am Sonntag ein 40-jähriger Autofahrer lebensgefährlich verletzt worden. Ein ADAC-Rettungshubschrauber aus Münster flog ihn in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Ein Radfahrer hatte das Wrack des Audi TT zufällig entdeckt. Ersten Angaben zufolge war der Unfall stundenlang unbemerkt geblieben.

Wie die Freiwillige Feuerwehr Werlte mitteilte, war der 40-Jährige auf der Fahrt von Vinnen nach Wieste beim Durchfahren einer Linkskurve verunglückt. Den Angaben zufolge geriet er aus noch ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab, streifte zumindest einen massiven Straßenbaum oberflächlich, flog anschließend über die Mittelradde hinweg und blieb auf einem Acker am anderen Ufer auf dem Dach liegen. Der Fahrer konnte sich nicht aus eigener Kraft aus dem Auto befreien.

Da die Unfallstelle von der Straße aus nicht zu sehen war, geht die Feuerwehr davon aus, dass der 40-Jährige über einen längeren Zeitraum schwer verletzt im Auto lag, bevor ein zufällig vorbeikommender Radfahrer dem Unfall auf die Spur kam. Nach Angaben der Feuerwehr waren ihm die Brems- und Schleuderspuren in Höhe des Radweges aufgefallen. Als er ihnen folgte, stieß er auf das Wrack mit dem Schwerverletzten.

Unmittelbar darauf wurde der Notruf abgesetzt und die Freiwillige Feuerwehr Werlte, der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes, die Polizei und ein Rettungshubschrauber des ADAC aus Münster wurden alarmiert. Feuerwehrleute befreiten den Mann aus dem Auto.

Der Fahrzeugführer wurde durch die Feuerwehr Werlte aus dem Fahrzeug befreit. Um an das Auto heranzukommen, mussten die Einsatzkräfte zunächst einen Baum absägen. Die L 55 blieb für die Dauer der Rettungs-maßnahmen vollständig gesperrt. Die Polizei aus Meppen hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.

Ersten Angaben der Polizei zufolge hatte der Mann offenbar verschlafen und war auf dem Weg zur Arbeit. Dabei fuhr er den Angaben zufolge vermutlich mehr als 160 Stundenkilometer. Wie ein Sprecher der Polizei in Meppen weiter mitteilte, blieb der Unfall mehr als dreieinhalb Stunden unentdeckt. Der Fahrer habe so lange kopfüber in Lebensgefahr im Anschnallgurt gehangen.