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Tebbe und Diener sichern sich feste Startplätze bei WM 2012 Huckenbeck fährt überlegen zum U-19-Meistertitel

Von Helmut Diers | 28.09.2011, 14:20 Uhr

Besser hätte das Motorradsport-Wochenende für die drei emsländischen Bahnsportspezialisten Bernd Diener, Kai Huckenbeck (beide MSC Werlte) und Jörg Tebbe (MSC Dohren) nicht laufen können. Mit tollen Vorstellungen sicherten sich Diener und Tebbe in Frankreich feste Startplätze in den WM-Trophy-Rennen 2012, Huckenbeck ließ der Silbermedaille in der altersoffenen Speedway-DM in Schleswig-Holstein den U-19-Titel folgen (wir berichteten).

„Ziel erreicht“, meldete ein überglücklicher Jörg Tebbe aus dem südfranzösischen St. Colomb, wo er im WM-Challenge um einen festen Startplatz bei der Langbahnweltmeisterschaft 2012 den sechsten Rang belegte. „Das reicht, ich gehöre zu den weltweit 14 Piloten, die um die WM-Ehren gesetzt sind“, sagte Tebbe, der als einziger deutscher Fahrer in den letzten drei Jahren fest bei der Weltmeisterschaft dabei war. „Ich bin in St. Colomb auf einer unheimlich griffigen Bahn voll kontrollierte Offensive gefahren“, sammelte der Dohrener Stahlschuhartist in jedem Lauf fleißig Punkte, ohne einen Lauf zu gewinnen. Es reichte zu Rang sechs bei 18 Punkten.

18 Punkte (Platz 5) erzielte auch der weltweit älteste Langbahnfahrer, der 52-jährige ehemalige Werlter Vizeweltmeister Bernd Diener. „Der hat einen tollen Stiefel durchgezogen auf der Außenbahn“, sprach Tebbe dem Papiermacher vom Hümmling Respekt zu. Bei der WM 2011 war Diener nur Reservefahrer ohne Einsatz. Hut ab vor der Leistung des Bahnsportseniors, der überhaupt nicht daran denkt, seine Spezialmotorräder in die Ecke zu stellen – schon gar nicht, da er jetzt auch fest zu den 14 gesetzten WM-Trophy-Fahrern 2012 gehört.

Der Speedway-Spezialist Kai Huckenbeck, 18-jähriger Azubi zum Zweiradmechaniker, stand vor dem letzten und zugleich fünften Wertungslauf zur deutschen Juniorenmeisterschaft (U19) in Brockstedt als Titelträger fest. Dennoch trat der Werlter aus sportlichen Gründen zum letzten Lauf an – und belegte mit 14 Punkten Rang zwei hinter Tagessieger Danny Maaßen. Huckenbeck, der von fünf Rennen drei gewann und zweimal Platz zwei erreichte, konnte sich als überlegener deutscher Meister fühlen. Silber strich Marcel Helfer ein, der den Rang auch schon vor Brockstedt sicher hatte, zum Bedauern der Veranstalter aber zum letzten Wertungsrennen nicht mehr antrat. Die DM-Bronzemedaille gewann der Tagessieger Danny Maaßen.