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Jahresabschluss 2015 vorgelegt Raiba Lorup kann Rekordergebnis noch toppen

Von Mirco Moormann, Mirco Moormann | 24.06.2016, 20:09 Uhr

Im vergangenen Jahr überschritt die Bilanzsumme der Raiffeisenbank Lorup erstmals 100 Millionen Euro. Mittlerweile sind es knapp 120 Millionen.

„Wir haben in diesem Jahr nochmals deutlich drauf gelegt“, sagte Vorstandsmitglied Jürgen Schenzel auf der Generalversammlung der Loruper Bank. Er sprach bei der Vorstellung des Jahresabschlusses von der Erhöhung der Bilanzsumme der Bank, die von gut 106 Millionen im vergangenen Jahr auf jetzt 119 Millionen Euro stieg. Wie im Vorjahr entspreche dies einer erneuten Erhöhung um zwölf Prozent.

Dieser Anstieg sei, so Schenzel, auf den Anstieg der Forderungen an Kunden auf gut 101 Millionen Euro zurückzuführen. Die Forderungen seien um 10,5 Millionen Euro (11,5 Prozent) angestiegen und machten weiterhin mehr als 85 Prozent der Bilanzsumme aus. Die Summe der Kundenkredite sei von 2013 bis Ende 2015 von 80,7 Millionen auf 102,4 Millionen Euro gestiegen (27 Prozent).

In diesem Zeitraum konnte die Bank laut Schenzel auch das Eigenkapital um 2,3 Millionen auf nun knapp 14 Millionen Euro erhöhen, was einer Steigerung von 20 Prozent entspreche. Die Eigenkapitalquote liege nun bei 11,7 Prozent.

Auch Vorstandsmitglied Heinrich Hanekamp überbrachte im Bericht des Vorstands gute Neuigkeiten. So sei es der Raiffeisenbank im vergangenen Jahr gelungen, die sogenannte Cost-Income-Ratio auf 58 Prozent zu senken. Bedeutet, dass die Bank für jede 100 Euro Ertrag Kosten in Höhe von 58 Euro aufwenden musste. „Der langfristige Durchschnittswert der vier privaten deutschen Großbanken liegt bei mehr als 76 Prozent“, so Hanekamp. Mit den 58 Prozent liege man auch besser als der Durchschnitt der deutschen Genossenschaftsbanken.

Steuern hingegen zahle die Bank deutlich mehr als die privaten Großbanken. Nach Aussagen Hanekamps habe die Raiba Lorup im vergangenen Jahr Steuern in Höhe von 268.000 Euro gezahlt, was 2250 Euro für jede Million Euro der Bilanzsumme entspreche. „Die privaten Großbanken haben hingegen nur 600 Euro pro Million Euro Bilanzsumme gezahlt.“ Somit habe man im gleichen Zeitraum mehr als den vierfachen Beitrag zur Finanzierung von Kommunen, Ländern und Bund beigetragen.

Sorgen bereiteten Hanekamp die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank mit den derzeitigen „Strafzinsen“ sowie eine „überbordende Regulatorik“. Pro Quartal müssten Tausende von Daten an die Aufsichtsbehörden geschickt werden wie etwa Beratungsprotokolle oder Kreditmeldungen. Die Mitarbeiter müssten dafür fast mehr Zeit aufbringen als für die Beratung der Kunden, so Hanekamp.

Grund zur Freude gab es dennoch: Die Vorstandsmitglieder konnten zwei Mitarbeiter für ihre 25-jährigen Betriebszugehörigkeit gratulieren. So gab es Lob und Urkunden für Doris Lüken und Dieter Stammermann. Beide hatten im August 1991 ihre Ausbildung in der Loruper Bank begonnen.