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Einschränkungen für Landwirte Vrees von Geflügelpest-Sperrgebiet betroffen

Von Daniel Gonzalez-Tepper | 08.02.2017, 19:06 Uhr

Ein Teilgebiet der Gemeinde Vrees (Samtgemeinde Werlte) ist von dem Ausbruch der Vogelgrippe in einem Betrieb in Friesoythe betroffen.

Die 9500 Tiere des Bestandes im Ortsteil Gehlenberg sind bereits getötet worden. Es ist der siebte Ausbruch der gefährlichen Vogelgrippe im Landkreis Cloppenburg seit Ende November.

Im Sperrbezirk, der einen Radius von drei Kilometer umfasst, befinden sich nach Angaben des Landkreises Cloppenburg 25 Betriebe, die Geflügel halten, mit rund 320.000 Tieren. Im Beobachtungsgebiet, das zehn Kilometer um den Betrieb liegt, sind 308 Betriebe mit rund 3,8 Millionen Tieren betroffen.

In Vrees sind folgende Straßen betroffen: Delschloot, Gehlenberger Weg, Trift, Herzog-Arenberg-Straße, Zur Wanderreitstation, Hoher Sand, Bischofsbrücker Weg, Bischofsbrücker Straße, Peheimer Straße. Nach Angaben der emsländischen Kreisverwaltung umfasst der emsländische Teil des Beobachtungsgebietes hauptsächlich den Eleonorenwald. In dem Gebiet liege lediglich ein Masthähnchenbetrieb mit rund 170.000 Tieren.

Transport verboten

Im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet ist der Transport von lebendem Geflügel und von Eiern verboten. Betriebsinhaber müssen sicherstellen, dass die Ställe von betriebsfremden Personen nur mit Schutz- oder Einwegskleidung betreten werden. Die Schutzkleidung ist danach sofort zu reinigen oder zu entsorgen. Auch Fahrzeuge und Transportbehälter, in denen Geflügel befördert wurde, sind zu reinigen. Außerdem ist die Durchführung von Geflügelausstellungen, -märkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art verboten.

Es können jedoch unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen Ausnahmen erteilt werden. Nähere Angaben hierzu und weitere Informationen zur Geflügelgrippe sind auf der Internetseite des Landkreises Emsland unter www.emsland.de (Startseite) nachzulesen. Hier sind auch entsprechende Antragsformulare hinterlegt.

Der Landkreis weist darauf hin, dass Geldstrafen von bis zu 30.000 Euro drohen, wer die Vorgaben vorsätzlich oder fahrlässig nicht einhält.