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Eigeninitiative des Dorfes Bürger der Gemeinde Rastdorf wollen neuen Spielplatz

Von Maike Plaggenborg, Maike Plaggenborg | 16.06.2016, 12:16 Uhr

Auf eigene Initiative hin wollen Bürger der Gemeinde Rastdorf ihren Spielplatz vergrößern und umgestalten. Dafür sollen Leader-Mittel beantragt werden. Unklar ist dabei derzeit das Thema Sicherheit.

Aus der Eltern-Kind-Gruppe der Gemeinde ist die Idee gewachsen, den Spielplatz auf dem Dorfplatz zu erneuern. Die Initiatoren hätten sich bereits kundig gemacht und auch mit denen gesprochen, die Einwände hatten, sagte Bürgermeister Hans Flüteotte (CDU) bei der Ratssitzung der Gemeinde. Vorgesehen seien vielfältige Geräte. Eine Rastdorferin hat einen Entwurf angefertigt, wonach der Spielplatz nach der Erneuerung ungefähr doppelt so groß wird, hieß es bei der Sitzung, die rund 30 Bürger besuchten.

TÜV könnte Kontrollen des Spielplatzes übernehmen

Eine Schwierigkeit dabei ist das Thema Sicherheit. „Da muss man ständig hinterher sein und die Geräte überprüfen“, sagte Flüteotte und verweist auf den Fall eines Bürgermeisters, der bei Kontrollen nachlässig gewesen sei. Ein Kind habe sich deshalb auf einem Spielplatz stranguliert, weil es an einem Gerät hängengeblieben sei. „Da gibt es schlimme Urteile“ – die Haftung betreffend, führte der Bürgermeister aus. Bei Spielplätzen an Schulen sei der Schulträger für die Kontrollen zuständig, sagte CDU-Ratsherr Hans-Hermann Hunfeld. In diesem Fall übernehme das der TÜV einmal im Jahr. Auch könnte diese Aufgabe ein Angestellter des Bauhofes übernehmen, der aber müsse zunächst nachgeschult werden, so Hunfeld weiter.

Bedenken „zu überspitzt“

Bei den Sicherheitsbedenken wandte der Grünen-Ratsherr Werner Henseleit ein, „dass die Sicherheitsbedenken zu überspitzt dargestellt werden“. Es gebe Wege, das zu handeln, womöglich mit einem „Benutzung auf eigenen Gefahr“-Schild. „Wir dürfen die Sicherheit nicht zu gering schätzen“, setzte Flüteotte entgegen. Hartmut Moorkamp (CDU) regte an, sich hinsichtlich der Kontrollen mit anderen Gemeineden zusammenzuschließen.

Weiter lobte Henseleit die Initiative in Rastdorf. „Das ist für mich basisdemokratisch“, sagte er. Für den neuen Platz stelle er sich eine Art Waldspielplatz vor mit einfachen Geräten, auch mit Blick auf die Kosten. Flüteotte stimmte in dem Punkt zu und verdeutlichte die positive Grundhaltung des Rates zur Neugestaltung des Spielplatzes.

LEADER-Fördermittel angepeilt

Finanziell solle das Projekt mit Mitteln der LEADER-Förderung unterstützt werden. Hunfeld zufolge gibt es dabei zehn Kriterien, die dafür erfüllt sein müssen. Zusätzlich aber brauche die Gemeinde „noch weitere gebende Hände“, so Flüteotte. Bei der Ratssitzung diente die Besprechung über das Thema der Information. Ein Beschluss dazu wurde nicht gefasst.