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Drehleiter und Atemschutz im Einsatz Feuerwehr Werlte übt Rettung von Menschen im Haus

14.02.2017, 09:31 Uhr

„Kellerbrand, eventuell Personen im Gebäude.“ So lautete die Einsatzmeldung für die Freiwillige Feuerwehr Werlte, von der Übung hatten im Vorfeld nur die Organisatoren Kenntnis.

Nach der ersten Lageerkundung stellte sich heraus, dass sich noch drei Personen im Gebäude befanden, darunter zwei Kinder. Außerdem berichtete der Eigentümer des (vermeintlich) brennenden Hauses von diversen Gefahrstoffen, die im hinteren Teil des Gebäudes gelagert wurden. Aufgrund dieser Lage wurde umgehend die Feuerwehr Lahn zur Unterstützung nachalarmiert.

Die beiden Kinder waren in einem Zimmer im Obergeschoss des Gebäudes eingeschlossen und mussten über eine Steckleiter durch das Fenster in Sicherheit gebracht werden. Eine weitere Person befand sich im Erdgeschoss und wurde von zwei Trupps, die unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vorgedrungen sind, gerettet. Die Suchmaßnahmen gestalteten sich aufgrund einer starken Rauchentwicklung im Gebäude als schwierig. Hier konnte die Wärmebildkamera erfolgreich eingesetzt werden.

Atemschutznotfall

Bei der Brandbekämpfung im Keller des Gebäudes gab es laut Übungsdrehbuch einen schweren Unfall beim Angriffstrupp, deshalb musste ein Atemschutznotfall ausgerufen werden. Sofort gingen weitere Trupps in das Gebäude mit dem Auftrag der Rettung des vom Unfall betroffenen Trupps vor. Parallel wurde ein Außenangriff über die Drehleiter vorbereitet sowie die Gefahrstoffe identifiziert, die unter den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen aus dem Gefahrenbereich gebracht werden konnten.

Bei der anschließenden Manöverkritik im Werlter Feuerwehrhaus dankte der Werlter Ortsbrandmeister Josef Röben allen beteiligten Feuerwehrkameraden für ihren Einsatz und das gute Abarbeiten des Übungsszenarios. Diese Übung hat gezeigt, wie wichtig eine gute Ausbildung sowie Ausrüstung der Feuerwehrkameraden ist. Ein besonderer Dank ging an unseren Kameraden Georg Lucks, der das Übungsobjekt zur Verfügung gestellt und die anschließende Verpflegung im Feuerwehrhaus gesorgt hatte.