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Bürgerinformation am 23. Oktober Untersuchungen zum Werlter Stadtumbau laufen

Von Mirco Moormann, Mirco Moormann | 10.10.2017, 19:42 Uhr

Bei der Frage nach der Umgestaltung des Werlter Stadtkerns rund um den Marktplatz am Rathaus werden jetzt auch die Bürger miteinbezogen. Eine erste Informationsveranstaltung gibt es am 23. Oktober im Schulzentrum.

Die Werlter Stadtmitte soll, so teilt es die Stadt mit, als Standort für Wirtschaft, Kultur, Wohnen, Arbeiten und Leben gestärkt werden. Um zum Ziel zu gelangen, werden derzeit bereits sogenannte vorbereitende Untersuchungen durchgeführt. Im Veränderungsbereich rund um den Marktplatz und das Rathaus werden derzeit Gespräche mit allen Anliegern und Immobilienbesitzern geführt und Expertisen erstellt. Dazu zählen etwa das Werlte Center oder das Gebäude des Modehauses Koopmann. Entstehen soll zuerst eine neue städtebauliche Ordnung, noch keine Hochbauplanung.

Die vorbereitenden Untersuchungen sind Voraussetzung für eine Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen. Konkret bewirbt sich die Stadt in Kooperation mit der DSK (Deutsche Städte- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft) aus Bremen für die Programmkomponente „Stadtumbau“.

Das Programm unterstützt Kommunen bei der Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen durch die Anpassung städtebaulicher Maßnahmen. Für die Stadtmitte Werlte soll der zentrale Versorgungsbereich gestärkt und als Standort für Wirtschaft, Kultur, Wohnen, Arbeiten und Leben unterstützt werden. Ziel der Stadt ist es, in dieses Programm aufgenommen zu werden, um dadurch städtebauliche Sanierungsmaßnahmen mit Bundes- und Landesmitteln (je ein Drittel) finanzieren und umsetzen zu können. Dazu könnte auch die Umnutzung des jetzigen Rathausstandortes gehören. Wie berichtet ist noch offen, ob das Gebäude erweitert und saniert wird, oder komplett neu gebaut wird. Auch das Gelände der Grundschule, die voraussichtlich 2020 abgerissen werden soll, steht zur Disposition.

Mit den Vorbereitenden Untersuchungen wird eine Beurteilungsgrundlage in Form eines Gutachtens über die Notwendigkeit einer städtebaulichen Sanierung, über die sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge sowie die anzustrebenden allgemeinen Ziele für die Ortsmitte Werlte geschaffen.

Parallel zur Aufstellung der vorbereitenden Untersuchungen beabsichtigt die Stadt Werlte einen städtebaulichen Wettbewerb für die Flächen im Bereich Kolpingstraße, Kirchstraße, Hauptstraße und Loruper Straße durchzuführen. Im Rahmen eines Planungswettbewerbs sollen Ideen und perspektivische Ausblicke für eine mögliche Entwicklung des innerstädtischen Quartiers rund um das Rathaus erarbeitet und diskutiert werden. Mit dem Wettbewerb soll die beste städtebauliche, funktionale und gestalterische Lösung für den Kern des anvisierten Sanierungsgebietes gefunden werden.

Um die Bürger auf den aktuellen Stand der Planungen zu bringen, gibt es am Montag, 23. Oktober 2017, um 19.30 Uhr im Schulzentrum eine Informationsveranstaltung, bei der die DSK und das Büro IPW Ingenieurplanung über das grundsätzliche Verfahren des städtebaulichen Wettbewerbes sowie der vorbereitenden Untersuchungen und über die Möglichkeiten des Städtebauförderungsprogramms „Stadtumbau“ berichten werden.

Bevor der Antrag zur Städtebauförderung Ende Mai 2018 gestellt werden kann, soll der Wettbewerb am Rathausumfeld abgeschlossen sein und die Ergebnisse mit in den Antrag einfließen. Bei einem postiven Bescheid kann Werlte im Jahr 2019 am Förderprogramm teilnehmen. Weitere Pläne der Stadt sehen vor, auch den Bereich rund um das Altenheim und auch den ehemaligen Bahnhof umzugestalten und umzunutzen. Durch die Verlagerung des neuen Güterbahnhofs am neuen Industriegebiet an der Sögeler Staße werden bereits die Voraussetzungen für eine solche Umnutzung geschaffen.