Weitere Wohnungen geplant Vreeser „Alt werden“-Projekt geht in die nächste Runde

Ralph Deitermann (links) und Wilhelm Sap (2. von rechts) übergaben die Förderbescheide an Heribert Kleene (links) und den Bauausschussvorsitzenden Alfons Schrandt. Foto: Mirco MoormannRalph Deitermann (links) und Wilhelm Sap (2. von rechts) übergaben die Förderbescheide an Heribert Kleene (links) und den Bauausschussvorsitzenden Alfons Schrandt. Foto: Mirco Moormann

Vrees. Einen weiteren Baustein im „Alt werden in Vrees“-Projekt plant die Gemeinde. Es sollen Wohnungen für alleinstehende Pflegebedürftige geschaffen werden. Dafür gibt es jetzt Fördergeld für eine Machbarkeitsstudie.

Wie Bürgermeister Heribert Kleene mitteilt, plane die Kommune damit ihren dritten Baustein im Demografie-Projekt. Im Umfeld des Bürgerhauses an der Werlter Straße sollen weitere Wohnungen entstehen, in denen pflegebedürftige Menschen untergebracht werden können. „Grundsätzlich soll mit dem Projekt allen Vreesern ermöglicht werden, bis zum Lebensende im Ort bleiben zu können“, so Kleene.

Dafür plane man einen Neubau mit Platz für bis zu zwölf Menschen. Auch soll für eine Palliativbegleitung gesorgt werden. Feste Pläne könnten aber erst gemacht werden, nachdem eine Machbarkeitsstudie erstellt worden ist. Für diese Studie stehen der Gemeinde 50.000 Euro zur Verfügung. Gefördert wird sie mit Mitteln aus dem Leader-Programm sowie Landesmitteln für Demografieprojekte. Regionalmanager Ralph Deitermann übergab einen Leader-Förderbescheid über 25.000 Euro, Wilhelm Sap vom Amt für regionale Landesentwicklung hatte eine Förderzusage über 18.750 Euro dabei. Die restlichen 6250 Euro übernimmt die Gemeinde.

Ausschreibungen in Vorbereitung

Sap sprach sich für „das einzigartige Engagement“. das in der Kommune geleistet werde, aus. Denn die Gemeinde selbst möchte, wie bei den vorherigen Bauprojekten auch, Bauherr und Betreiber des neuen Gebäudes sein. Mit vielen ehrenamtlichen Kräften aus der Gemeinde sollen die Hilfsangebote für ältere Menschen dann umgesetzt werden. Wie Sap weiter mitteilte, würden jetzt die Ausschreibungen für die Studie vorbereitet. Im Anschluss daran werde ein Planungsbüro ausgewählt und idealerweise schon zu Beginn des kommenden Jahres mit der Erstellung der Studie begonnen.

Deitermann ergänzte, dass in der Studie zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden müssten. Dabei gehe es darum, das Betreibermodell zu prüfen, ebenso die Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme. Die Lokale Arbeitsgruppe der Leader-Region Hümmling hatte im Vorfeld positiv über das Projekt entschieden, so Deitermann. Vrees habe bei dem Demografie-Projekt bereits eine Vorreiterrolle inne, weshalb das Vorhaben gut in das Regionale Entwicklungskonzept passe. Auch die sinnvolle Vernetzung von Angeboten im Ort sei wichtig.

Große Nachfrage aus anderen Kommunen

Kleene bestätigte, dass die Idee aus Vrees für große Nachfrage in anderen Kommunen sorge. In den vergangenen Monaten sei das „Alt werden“-Projekt in Bielefeld, Rheine und Bremen vorgestellt worden. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir ein gutes Angebot für die Bürger schaffen“, so Kleene. Man müsse die Leute nur zum Mitmachen animieren. „Jeder wird mal alt“, so der Bürgermeister, der den Anwesenden noch die kurz vor der Fertigstellung stehenden, altersgerechten Wohnungen zeigte. Auch sie werden im Umfeld des Bürgerhauses, in dem eine Tagesbetreuung für Senioren angeboten wird, gebaut. Dort sollen auch die neuen Wohnungen entstehen. „Und wenn wir noch weiteren Bedarf sehen, haben wir noch mehr Platz hinter dem Bürgerhaus, wo wir weitere zehn Wohnungen bauen können“, so Kleene.

Zudem wird laut Bürgermeister derzeit von einer Arbeitsgruppe ein Konzept für ein generationenübergreifendes Sportangebot in der Turnhalle erstellt. Gemeinsam mit dem Kreissportbund sollen die Senioren im Gymnastikrum Sport machen oder Tanzen, gern zusammen mit Kindern. Für die Senioren soll dafür ein Fahrdienst ins Leben gerufen werden.


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