Unternehmen investiert 1,6 Millionen Euro Neue Brennanlage für Firma Kaiser in Vrees

Von Jonas Brinker


jbri Vrees. Die Firma Kaiser aus Vrees, die sich auf Bagger-Umbauten spezialisiert hat, expandiert weiter. Nun wurde eine neue Plasmabrennanlage gebaut. Die Kosten betragen rund 1,6 Millionen Euro.

Manfred Kaiser, Geschäftsführer des Unternehmens, begann 1987 mit einer kleinen eigenen Firma in der Garage der Schwiegereltern. Angefangen habe alles mit gebrauchten und alten Maschinen, wie Kaiser berichtet. Mittlerweile stellt Kaiser mit rund 115 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 20 Millionen Euro eine unternehmerische Erfolgsgeschichte dar. Mit einem eigenen Konstruktionsbüro auf der rund acht Hektar großen Betriebsfläche ist Kaiser national und international tätig.

Besonders die Spezialisierung auf Baumaschinen und den Umbau dessen gehört zum Erfolg. „Das Spektrum wird breiter, aber auch schwieriger“, sagt Kaiser. Die Schwierigkeiten gebe es vor allem durch ausländische Konkurrenz aus Polen oder Ungarn, die auf den Markt drängen.

Facharbeiter fehlen

Die größte Sorge für Kaiser sind aber fehlende Facharbeiter. Hier zeige sich das Problem, dass kaum qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stünden. Der Fortbestand der Firma sei aber gesichert. Schon jetzt arbeiten beide Söhne von Kaiser im Familienbetrieb, einer im kaufmännischen und der andere im technischen Bereich.

Mit dem Neubau der Plasmabrennanlage kann Kaiser nach eigenen Angaben nun noch effektiver arbeiten. „Die Anlage ist wesentlich schneller und genauer als die vorherige“, berichtet Kaiser im Gespräch mit unserer Redaktion. Insgesamt sind zwei solcher Brennanlagen neu in den Betrieb aufgenommen. Damit können Bleche mit einer Dicke von bis zu 60 Millimetern Maß genau zerteilt werden. Eine Lasertechnik komme bei solchen Maßen nicht in Frage, so Kaiser. Dass diese neue Anlage dringend gebraucht werde, macht der Geschäftsführer deutlich: „80 bis 90 Prozent der Bauteile sind Brennteile.“

Bereits im vergangenen Jahr hatte Kaiser weiter investiert, damals für rund 2,5 Millionen Euro in eine rund 5000 Quadratmeter große Halle. In der Zukunft soll vor allem ein neues Büro- und Verwaltungsgebäude entstehen. Auch die Anschaffung eines Schweißroboters steht laut Kaiser an.

Die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) lobte die Firma bei einem Besuch. „Das ist eine Erfolgsgeschichte.“ Sie bezeichnete Kaiser als einen „Hidden Champion“, also einen mittelständischen Betrieb, der aber auf seinem Gebiet quasi Marktführer ist. „Das ist es, was Deutschland stark macht“, so Connemann.


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