Antrag der SPD-Fraktion Diskussion über Stadtleitbild für Werlte

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Auf der Sitzung des Werlter Stadtrates wurde eine Übersicht mit aktuellen Projekten gezeigt. Mit der Entwicklung eines Stadtleitbildes kommt noch eins hinzu. Foto: Mirco MoormannAuf der Sitzung des Werlter Stadtrates wurde eine Übersicht mit aktuellen Projekten gezeigt. Mit der Entwicklung eines Stadtleitbildes kommt noch eins hinzu. Foto: Mirco Moormann

Werlte. Die SPD-Fraktion im Werlter Stadtrat hat einen Antrag auf Entwicklung eines Stadtleitbildes gestellt. Dieser soll nun politisch weiter beraten werden. Die CDU-Fraktion sieht allerdings keinen Bedarf.

Wie der SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz Schwarte mitteilte, solle sich das Stadtleitbild nicht nur auf den Städtebau beziehen. Auch „weiche Themen“ sollten auf den Weg gebracht werden. „Eine Gemeinde mit dörflichen Strukturen kann nicht den Schalter umlegen und eine Stadt sein“, so Schwarte. Mit dem derzeit in Arbeit befindlichen städtischen Entwicklungskonzept schaffe man die Fördergrundlage für die Städtebauförderung. Unabhängig davon sollen laut Schwarte die Kriterien und Ziele eines Stadtleitbilds für die nächsten zehn bis 15 Jahre entwickelt werden. Auf konkrete Handlungsfelder verzichtete Schwarte im Antrag. Diese sollten nicht vorgegeben werden. Mit einem Leitbild, das von Bürgern und möglicherweise auch externen Beratern erstellt werden soll, könne man Ideen und Anregungen für den Start in die städtische Entwicklung gewinnen, so Schwarte.

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Günther Scheffczyk, widersprach Schwarte. Werlte habe die Urkunde zur Stadt erhalten, weil sie schon städtisches Flair habe, so Scheffczyk, letztlich auch aufgrund der Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen zehn bis 20 Jahren. Man habe neben Industrie- und Baugebieten auch Geld in die Schulen und Kitas gesteckt sowie Einkaufsmöglichkeiten geschaffen.

Auch Flächen am Altersheim und Bahnhof im Blick

Derzeit weitere Fördertöpfe angezapft, um weitere Projekte umzusetzen. Scheffczyk nannte die angedachte Umgestaltung im Bereich der Grundschule und des Rathauses. Auch Flächen am Altersheim und dem Bahnhof stünden zur Disposition. Diese Projekte sollten erst abgewartet werden, so Scheffczyk, der sich „neue Ideen“ gewünscht hätte. Zudem seien die Ideen zum Leitbild in einer öffentlichen Veranstaltung „mit gerade einmal 17 Personen inklusive der SPD-Fraktion“ entstanden, so Scheffczyk.

Christoph Lorenz (SPD) warf ein, dass „parteipolitische Seitenhiebe in der Diskussion nicht angebracht“ seien. Die SPD trage die aktuellen Projekte in der Stadt mit, wolle aber auch Dinge wie etwa die kulturelle Entwicklung vorantreiben. Als Beispiel nannte er eine Stadthalle für Konzerte und Theateraufführungen, eine Erweiterung des gastronomischen Angebotes und ein Kino. Man solle „miteinander über die Entwicklung sprechen“, so Lorenz.

Schwarte ergänzte, dass noch nicht alles in Werlte erledigt sei. So bestehe etwa nicht die Möglichkeit, in der Stadt das Abitur abzulegen, so Schwarte, der Scheffczyk vorwarf, die Lokalpolitik zu „trumpisieren“. Der Rat beschloss mehrheitlich, die Pläne im Bau- und Wirtschaftsausschuss weiter zu beraten.


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