Initiative aus der Bevölkerung Rastdorf soll neuen Spielplatz bekommen

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Elisabeth Gerdes aus Rastdorf hat das Spielplatzprojekt ins Leben gerufen. Derzeit gibt es dort lediglich drei Spielgeräte – was sich bald ändern soll. Foto: Mirco MoormannElisabeth Gerdes aus Rastdorf hat das Spielplatzprojekt ins Leben gerufen. Derzeit gibt es dort lediglich drei Spielgeräte – was sich bald ändern soll. Foto: Mirco Moormann

Rastdorf. Im Sommer des vergangenen Jahres hatte Elisabeth Gerdes die Idee, den Spielplatz am Rastdorfer Heimathaus zu sanieren. Jetzt nimmt das Projekt Formen an.

Der Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Soziales hat am Donnerstag den Weg für einen neuen Spielplatz in Rastdorf bereitet. Einstimmig sprach sich das Gremium für einen neuen Mehrgenerationenspielplatz in der Ortsmitte aus. Demnach soll der jetzige Spielplatz vergrößert und neue Spielgeräte, Sitzgelegenheiten und Zubehör errichtet werden. Die Kosten werden sich auf etwa 50.000 Euro belaufen. Die Hälfte könnte durch Leader-Fördermittel eingeworben werden.

Erste Überlegungen zu einem schöneren Spielplatz im Ortskern seien ihr bei Besuchen mit ihrem Enkel gekommen, erzählt Gerdes. „Ich fand es eher traurig, wie lieblos der Spielplatz aussah“, meint die Rastdorferin. Die Spielgeräte seien in einem nicht mehr guten Zustand, auch eine Sitzbank für ein Picknick suchte sie vergebens. Nach und nach, so Gerdes, wuchs so in ihr „die Idee für einen neuen, größeren und interessanteren Spielplatz.“ Sie fragte bei der Eltern-Kind-Gruppe im Ort nach Unterstützung. „Die kam sofort“, sagt Gerdes. Gemeinsam wurden Flyer entworfen, Listen möglicher Unterstützer gefertigt und die ersten Firmen angesprochen. Gerdes lobt die Spendenbereitschaft im Ort. Viele Bürger spendeten Geld, der Kindergarten übergab die Erlöse der Martinsfeier, zwei Gruppen der 75-Jahr-Feier spendeten ebenfalls die Erlöse aus ihren Aktionen am Festwochenende.

Auch Pläne, wie der neue Platz aussehen soll, wurden von Gerdes und ihren Mitstreitern erstellt. Diese stellte Ausschussvorsitzende Hans-Hermann Hunfeld (CDU) am Donnerstag vor. Demnach wird das Gelände auf insgesamt 630 Quadratmeter vergrößert, neue Wege werden angelegt und neue Spielgeräte aufgestellt. Die Sandfläche soll 82 Quadratmeter groß werden, auch ein Sandspielturm oder etwa eine Nestschaukel sollen errichtet werden. Hunfeld lobte die „super Planung“ der Initiatoren, wies aber darauf hin, dass die Pläne „noch nicht in Stein gemeißelt“ seien. Dennoch liege man bei den Kosten etwa bei 50.000 Euro, so Hunfeld.

Die Hälfte dieser Summe könnte durch EU-Fördermittel aus dem Leader-Programm generiert werden. Regionalmanager Ralph Deitermann teilte mit, dass das Spielplatzprojekt im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes mit den Gemeinden Börger und Werlte beantragt werden sollte. So seien die Chancen auf eine Förderung besser als bei einem Einzelprojekt. Letztlich entscheide die Lokale Arbeitsgruppe (LAG), die regelmäßig tage und in der Vertreter aller Hümmlinggemeinden und der Samtgemeinde Lathen vertreten seien, über die Vergabe der Mittel. Er attestierte dem Spielplatzprojekt jedoch gute Chancen. Die Tatsache, dass die Spielplatzerweiterung aus der Bevölkerung komme, mache es sogar „zu einem idealen Projekt“, so Deitermann. Auf der kommenden Sitzung der LAG am 20. Februar sei das Spielplatzprojekt zwar noch nicht auf der Tagesordnung. Doch könnte das Vorhaben im sogenannten Umlaufverfahren im Nachgang der Sitzung von den Mitgliedern beschlossen werden. Dann werde der Antrag gestellt und an das Amt für regionale Landesentwicklung in Meppen geschickt. Dort werde das Projekt geprüft und darüber auch entschieden.

Im Falle einer Förderung in Höhe von 25.000 Euro bleibt ein Rest in der selben Höhe. Hier werde sich, „wenn alles so läuft wie geplant“, die Gemeinde mit 6250 Euro, also einem Viertel, beteiligen, betonte Bürgermeister Hartmut Moorkamp (CDU). Derzeit seien bereits knapp 5000 Euro an Spendengeldern gesammelt worden, teilte Hunfeld mit. Weiter stünden noch Absichtserklärungen potenzieller Spender in Höhe von 10.000 Euro im Raum. Somit bleibe nach aktuellem Stand noch ein Rest von etwa 4000 Euro.

Der Ausschuss gab die einstimmige Empfehlung an den Gemeinderat, das Spielplatzprojekt umzusetzen und sich auch um die Fördermittel zu bewerben. Wie Gerdes weiter mitteilt, ist die Initiative weiter auf der Suche nach Spendern.


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