Generationenprojekt Gymnasium Werlte bringt Jung und Alt zusammen

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Zum Projekt-Abschluss luden die Schüler ihre Seniorpartner jetzt zu einer Advents-Kaffeetafel in die Schule ein. Foto: Gymnasium WerlteZum Projekt-Abschluss luden die Schüler ihre Seniorpartner jetzt zu einer Advents-Kaffeetafel in die Schule ein. Foto: Gymnasium Werlte

Werlte. Das Projekt „Alt und Jung“ am Gymnasium Werlte ist auch in seiner jüngsten Auflage bei allen Beteiligten gut angekommen.

Fünf Wochen hatten sich alle Achtklässler des Gymnasiums mit einem Seniorpartner einmal pro Woche getroffen, miteinander geredet, gespielt oder gemeinsam etwas unternommen. Anschließend reflektieren die Schüler ihre Erfahrungen in einem Bericht. Bei den Treffen geht es um die „guten alten Zeiten“, aber auch um das, was früher schwer und belastend war, um Schule damals wie heute, um das Leben Jugendlicher heute und früher und um vieles andere mehr. Das Projekt hat Tradition am Gymnasium. Ziel ist es, die ältere und die junge Generation miteinander ins Gespräch zu bringen. Zum Abschluss luden die Schüler ihre Seniorpartner jetzt zu einer Advents-Kaffeetafel in die Schule ein.

„Uns hat die Zeit nicht gereicht, so viel hatten wir uns zu erzählen“, bilanzierte Helga Rumpke aus Werlte. „Das Projekt ist wirklich eine gute Sache, wir haben uns über so vieles aus der Familiengeschichte unterhalten, wovon meine Enkelin Joline noch gar nichts wusste.“ Joline hat viel mit ihrer Oma in alten Fotoalben geblättert und Briefe ihres Urgroßvaters aus dem Krieg gelesen, der später gefallen ist und seine kleine Tochter nicht mehr hat sehen können.

Agnes Weß aus Vrees, die als Seniorpartnerin mit Maurice Vitt an dem Projekt teilgenommen hat, erinnert sich gern an die schönen gemeinsamen Nachmittage. „Wir haben nicht nur von früher erzählt, es ging auch viel um das Leben heute“, erzählt sie. Für den 14-jährigen Marvin Lünswilken, der das Projekt gemeinsam mit seiner Großmutter Annie Erler aus Lahn gemacht hat, war es interessant zu erfahren, wie Kinder und Jugendliche früher ihre Freizeit verbracht haben. Gemeinsam mit seiner Großmutter ist er auch zum Silbersee gefahren, in dem die Kinder früher gebadet haben, als es noch kein Schwimmbad in der Nähe gab.

Auf der Adventsfeier würdigten der evangelische Pastor Uwe Hill und der katholische Pfarrer Josef Wilken das Engagement aller am Projekt Beteiligten. Wilken berichtete, welch weite Kreise das Projekt über die fünfwöchige Zeit des Austauschs inzwischen ziehe. So sei er zur Feier eines 95. Geburtstags eingeladen gewesen, an der außer den Angehörigen und Freunden des Jubilars auch ein Schüler einer elften Klasse teilnahm. Im Gespräch stellte sich dann heraus, dass der Altersjubilar vor einigen Jahren der Seniorpartner dieses Jugendlichen beim Projekt „Alt und Jung“ gewesen war.


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