Ausschusssitzung Konzept „gegen das Vergessen“ soll in Werlte erarbeitet werden

Am 9. November fand beim Gedenkstein in Werlte eine erste Gedenkveranstaltung statt. Foto: Gemeinde WerlteAm 9. November fand beim Gedenkstein in Werlte eine erste Gedenkveranstaltung statt. Foto: Gemeinde Werlte

Werlte. Der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Tourismus der Gemeinde Werlte hat die Verwaltung damit beauftragt, ein Konzept für Gedenkveranstaltungen zu entwickeln. Durch dieses soll die Erinnerung an diejenigen aufrecht erhalten werden, die während des NS-Regimes verfolgt wurden.

Auch in Werlte sind jüdische Mitbürger unter anderem in der Reichspogromnacht verfolgt worden. Es sei an der Zeit, den jüdischen Bürgern Werltes zu gedenken, hieß es bei der Sitzung. Den Anfang hat am 9. November eine Gedenkfeier mit der Albert-Trautmann-Schule vor dem Gedenkstein am Rathaus gemacht. Dem Ersten Samtgemeinderat Christian Rüve zufolge habe es aus vielen Ecken den Wunsch nach Veranstaltungen dieser Art gegeben. Es gebe nun verschiedene Ideen, wie diese aussehen könnten: „Denkbar wären unter anderem die Verlegung von Stolpersteinen oder eine Gedenktafel am ehemaligen Bethaus, das im Gebäude der heutigen Volksbank war.“ Wichtig sei dabei, die Schulen einzubinden, damit Kinder und Jugendliche daran erinnert werden.

Ausschussmitglied Stefan Schmidt (CDU) regte an, ein Info-Heft zu erstellen. „Da sollte man dann auch den aktuellen Bezug zur Flüchtlingskrise ziehen“, betonte er. Regina Jerzembeck (CDU) befürwortete die Idee der Stolpersteine: „Die würde man jeden Tag sehen.“ Rüve betonte, dass Ziel sei es, etwas „gegen das Vergessen“ zu erarbeiten. Die Verwaltung wurde nun vom Ausschuss beauftragt, ein Konzept zu erstellen, das dieses umsetzen kann.


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