Hinweise aus Bevölkerung erwünscht Werlte erstellt ein Wegebaukonzept

Der Schlenkenweg in Bockholte wurde auf einer Länge von 2100 Metern saniert und auf drei Meter Breite plus Schotterrand ausgebaut. Foto: Mirco MoormannDer Schlenkenweg in Bockholte wurde auf einer Länge von 2100 Metern saniert und auf drei Meter Breite plus Schotterrand ausgebaut. Foto: Mirco Moormann

Werlte. Die Gemeinde Werlte möchte eine Übersicht aller Wege erstellen, in der die Sanierungsbedarfe aufgezeigt werden sollen. Bürger können sanierungsbedürftige Strecken melden.

Wie Bauamtsleiter Dieter Cloppenburg im jüngsten Wege- und Wasserbauausschuss der Gemeinde mitteilte, entsprächen viele Wirtschaftswege nicht mehr den Anforderungen an moderne Maschinen.

Deshalb müssten nun alle Wege angesehen und ermittelt werden, wo die Bedarfe sind. Bei dieser Bestandsaufnahme sei auch die Bevölkerung gefragt, mögliche Wege, die für eine Sanierung in Frage kämen, bei der Kommune zu melden.

Allerdings gebe es, so Cloppenburg, innerhalb der Gemeinde Werlte unterschiedliche Arten der Abrechnung der Kosten für anfallende Sanierungen. In der Gemeinde Werlte würden die Arbeiten an den Wirtschaftswegen über das Jagdgeld abgegolten. Das sei in den Ortsteilen wie Bockholte, Wieste oder Wehm nicht so. Hier müssten die Anlieger für 70 Prozent der Kosten aufkommen.

Wie Werltes Gemeindedirektor Ludger Kewe ergänzte, sei es auch für die Ortsteile wünschenswert, ein Vorgehen wie in Werlte einzuführen. Hier müssten die Ortsteile jedoch selbst aktiv werden.

Fördermittel für Wegebau einwerben

Weiter wies Kewe auf die Möglichkeit hin, Fördermittel einzuwerben. Der Schlenkenweg in Bockholte sei, so teile es Cloppenburg mit, mit 53 Prozent gefördert worden. Der Weg sei auf einer Länge von 2100 Metern ausgebaut worden. Die Kosten bezifferte er mit 152.000 Euro. Als Kompensationsmaßnahme wurden in der direkten Umgebung 100 Bäume gepflanzt. Ratsherr Werner Stürmeyer, der auch Anwohner am Schlenkenweg ist, attestierte der neuen Strecke einen „hervorragenden Zustand“.

Moderne Bauweise sehr stabil

Ratsherr Wilhelm Krull (SPD) äußerte Bedenken bei der Ausbaubreite der Wege wie etwa dem Schlenkenweg. Die auf drei Meter ausgebauten Wege seien für die Modernen Maschinen zu schmal, so dass sie am Rand drohten, schnell kaputt zu gehen. Wilfried Schwarte vom Bauamt wies auf die Bauweise der modernen Wege hin, bei denen am beiden Seiten der Wege ein halber Meter Schotter eingebaut werde und somit keine Gefahr bestehe.

In Sachen Fördermittel sei es jedoch nicht möglich, für jeden Weg Fördermittel zu bekommen, führte Kewe weiter aus. Es müssten Mehrfachnutzungen nachgewiesen werden, etwa wenn der Weg als Radfahrroute oder als Pilgerweg ausgewiesen seien. Andere, einfach genutzte Wirtschaftswege kämen somit nicht für Förderungen in Frage.

Sanierungen würden laut Kewe auch mit Mitteln für die Flurbereinigung finanziert. Derzeit seien noch Restmittel in Höhe von 70.000 Euro vorhanden. Da der letzte Weg, der aus dieser Kasse saniert wurde, der Burenstraße in Wehm gewesen sei, werde das Geld voraussichtlich jetzt wieder für einen Weg in Werlte genutzt. Deshalb sei der Eschweg favorisiert.

Bürger sollen Unterhaltsmaßnahmen melden

Die Bürger werden zudem gebeten, nicht nur sanierungsbedürftige Wege bei der Gemeinde zu melden, sondern auch die Stellen, an denen Unterhaltsmaßnahmen an Wegen nötig sind. Die Gemeinde nimmt auch hier die Hinweise auf und kümmert sich dann um Versackungen, Löcher oder auch das Freischneiden der Fahrbahnen.


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