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Auto flüchtet vor Grenzkontrolle Wilde Verfolgungsjagd der Polizei von Rhede bis Lorup

Für Kontrollen im deutsch-niederländischen Grenzbereich gibt es ein grenzüberschreitendes Polizeiteam. Es musste jetzt ein Fahrzeug von Rhede bis Lorup verfolgen. Symbolfoto: Matthias Hiekel/dpaFür Kontrollen im deutsch-niederländischen Grenzbereich gibt es ein grenzüberschreitendes Polizeiteam. Es musste jetzt ein Fahrzeug von Rhede bis Lorup verfolgen. Symbolfoto: Matthias Hiekel/dpa

Lorup/Rhede. Zu einer wilden Verfolgungsjagd quer durchs nördliche Emsland ist es am späten Montagabend gekommen. Ein Auto mit Oldenburger Kennzeichen, das bei Rhede von Grenzpolizisten kontrolliert werden sollte, flüchtete mit hoher Geschwindigkeit. Erst in Lorup endete die Flucht auf einem Acker.

Das Fahrzeug, das mit zwei Insassen besetzt war, sollte gegen 22 Uhr kurz nach der Einreise über die deutsch-niederländische Grenze in Höhe Rhede von einem Einsatzfahrzeug des Grenzüberschreitende Polizeiteam (GPT) kontrolliert werden. Daraufhin beschleunigte es stark, heißt es auf Nachfrage bei der Bundespolizei, das mit der Koninklijke Marechaussee (NL) und der Polizeidirektion Osnabrück das Team bilden.

Über die B401 ging die Flucht über Surwold und Esterwegen bis Lorup, inzwischen beteiligten sich drei Fahrzeuge des GPT an der Verfolgung. Auf einem Acker, der gerade als Bauland hergerichtet wird, fuhr sich das Fluchtfahrzeug fest. „Als Beamte am Fahrzeug angekommen waren, fanden sie zunächst keine Personen vor“, berichtet ein Sprecher des Polizeiteams. Eine sogenannte Nahbereichsfahnung wurde eingeleitet, für die drei weitere Polizeifahrzeuge und Beamte aus Papenburg herbeigerufen wurden.

Männer mit verschmutzter Kleidung gefunden

Gegen Mitternacht wurden dann auf den Rücksitzen eines anderen Autos zwei Männer entdeckt, deren Kleidung auffällig stark verschmutzt war und die die Ursache dieser Verschmutzung nicht stichhaltig erklären konnten. Sie wurden vorläufig festgenommen in dem Verdacht, an der Flucht beteiligt gewesen zu sein. Die weiteren Ermittlungen laufen.

Verdächtige Gegenstände wurden weder in dem Auto noch bei den vorläufig festgenommenen Personen gefunden.

Bei den Männern handelt es sich um einen 23- und einen 35-Jährigen, teilte die Bundespolizei am Nachmittag auf Anfrage mit. Beide bestritten bei Vernehmungen am Dienstagmittag, in dem Auto gesessen zu haben. Sie sind aber weiterhin dringend verdächtig, in dem flüchtenden Auto gesessen zu haben. Nachvollzogen werden konnte, dass Kennzeichen und Fahrzeug nicht zusammenpassten. Deshalb leitete die Polizei ein Verfahren wegen des Verstoßes des Pflichtversicherungsgesetzes und wegen Urkundenfälschung ein.

Das GPT führt im deutsch-niederländischen Grenzraum gemeinsame Streifen zur Bekämpfung grenzüberschreitender Delikte wie Schleusungskriminalität, Menschenhandel, Dokumentenkriminalität, Drogenhandel, Geldwäsche und der Kfz-Kriminalität durch. Das Team hat seinen Dienstsitz im Bundespolizeirevier Bunde.


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