Energieeffizientes Zuhause Grüne Hausnummern für 16 Eigenheimbesitzer im Emsland


Werlte. Grüne Hausnummern sind am Montag in Werlte an 16 Eigenheimbesitzer im Emsland verliehen worden. Der Landkreis sowie die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) würdigten damit deren Engagement für ein energieeffizientes Zuhause.

Schornsteinfeger haben heutzutage mehrere Rollen zu erfüllen. Schon seit Jahrhunderten gelten sie als Glücksbringer, heutzutage sind sie aber auch Energieberater. Schön ist es, wenn sich diese beiden Rollen vereinen. So ist es im Fall von Rudolf Wilkens geschehen, denn der hat mithilfe seines Schornsteinfegers Alois Bölscher aus Haren nicht nur seinen Altbau saniert, sondern damit auch noch die Grüne Hausnummer gewonnen. Der Meppener hat seinen Flachdachbungalow aus den 1980er Jahren saniert. Nicht nur in neue Fenster und eine neue Dämmung habe er investiert, sondern auch in eine neue Brennwertheizung.

Ganz ohne Eigennutz war das natürlich nicht. „Ich will damit das Klima schützen, aber auch meine Energiekosten senken“, so Wilkens auf Nachfrage unserer Redaktion. Durch eine Zeitungsannonce war er auf die Vergabe aufmerksam geworden und hatte sich mit seinem Umbauprojekt auf eine Grüne Hausnummer beworben.

Vorbildfunktion für klimaorientiertes Bauen und Sanieren

Wilkens ist einer von 16 Preisträgern, die der Landkreis Emsland zusammen mit der KEAN im Klimacenter in Werlte auszeichneten. Sie sollen eine gewisse Vorbildfunktion für klimaorientiertes Bauen und Sanieren wahrnehmen. „Ihre guten Beispiele sollen sie in die Gesellschaft tragen“, sagte Carmen Dittmer von der KEAN. Dirk Kopmeyer, zuständiger Dezernent des Landkreises Emsland, konnte ihr da nur beipflichten. In den letzten Jahren habe der Fokus in vor allem auf dem Ausbau von erneuerbaren Energien gelegen. Nun müssten verstärkt die privaten Liegenschaften in den Blick genommen werden. Dabei sei die Grüne Hausnummer eine gute Gelegenheit, Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken. „Wir können tolle Konzepte erklären, aber am besten funktionieren diese, wenn sie mit ihrem Nachbarn reden“, erklärte der Kreisbaurat. Er dankte den Preisträgern für ihr Engagement.

Weniger Bewerber in diesem Jahr

Das Projekt der Grünen Hausnummer wurde im vergangenen Jahr von der KEAN ins Leben gerufen. Der Landkreis Emsland nahm bereits 2015 als einer der ersten Kreise an dieser Aktion teil. „Ziel ist es, die Vergabe der Grünen Hausnummer auf ganz Niedersachsen auszuweiten“, so Dittmer. Einen kleinen Wermutstropfen musste man dieses Jahr im Emsland jedoch hinnehmen: Im vorigen Jahr waren rund doppelt so viele Hausnummern vergeben worden. Die Bewerberzahlen für die diesjährige Vergabe waren aber bei Weitem nicht so hoch wie im ersten Durchlauf.


Die Geehrten:

Dörpen: Jens Eiken und Aileen Dittmann, Heinz Poll

Geeste: Thomas Kramer, Josef Penning (Osterbrock)

Lingen: Wolfgang Albers, Christiane und Thomas Döbber, Dorit und Sven Perkuhn, Annika und Michael Vollmer

Meppen: Rudolf Wilkens

Lünne: Petra und Ludger Angenendt

Papenburg: Helene und Gottfried Hockmann, Britta und Hans Bodo Strehlke, Bettina und Volker Strehlke

Sögel: Brigitte und Christoph Hebler

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