Naturfotograf gelingt seltenes Bild Schwarzstorch am Theikenmeer in Werlte gesichtet

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Werlte. Dem Naturfotografen Andreas Schüring ist eine seltene Aufnahme geglückt: Er hat im Naturschutzgebiet Theikenmeer bei Werlte einen Schwarzstorch fotografiert.

„Das ist eine ganz besondere vogelkundliche Rarität“, stellt Schüring, der im Vorstand der Ortsgruppe Werlte/Sögel des Naturschutzbundes (Nabu) aktiv ist, fest. Der junge Schwarzstorch nutzte die extensiven Grünlandflächen des Schutzgebietes zwischen Werlte und Spahnharrenstätte zur Nahrungssuche, beobachtete Schüring

Schwarzstörche standen in Niedersachsen noch vor Kurzem gänzlich vor dem Aussterben. „Die Renaturierung von Feuchtgebieten ebnete ihnen den Weg zurück in ihr angestammtes Reich. In Fachkreisen wird mittlerweile Niedersachsenweit wieder von 70 Brutpaaren gesprochen“, berichtet der Naturschützer.

Extrem scheu

Schwarzstörche seien extrem scheue Vogel und sind etwas kleiner als ihre weißen Verwandten. Wie alle Störche verlässt auch er im Spätsommer seine Brutgebiete und zieht im August nach Afrika. „Störche lernen ihre Zugroute nicht, sie wird ihnen in die Wiege gelegt. Der Nachwuchs trennt sich früh von den Eltern und tritt in Jugendgruppen vorzeitig die Reise Richtung Äquator an. Nahrungshabitate die ausreichend Regenwürmer und Insekten bieten sind selten geworden. Kleinsäuger werden übrigens kaum erbeutet“, erläutert Schüring.

Dass ein Schwarzstorch die Wiesen im Naturschutzgebiet Theikenmeer als Nahrungsgebiet nutze, unterstreiche seine überregionale Bedeutung. „Die Beobachtung erlangt vor dem Hintergrund der sich in Bau befindlichen Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe eine besondere Brisanz“, meint der Naturfotograf.


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