Kreistags-Grünen zu Gast Werlter Rettungsstation mit neuer Technik

Von Jennifer Kemker

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Über die einzige elektronische Trage informierten sich (von links) Carsten Keetz, Werner Henseleit, Nikolaus Schütte zur Wiek, Norbert Knape und Michael Fuest. Thomas Heine (rechts) führte die Gruppe durch die Rettungsstation. Foto: Jennifer KemkerÜber die einzige elektronische Trage informierten sich (von links) Carsten Keetz, Werner Henseleit, Nikolaus Schütte zur Wiek, Norbert Knape und Michael Fuest. Thomas Heine (rechts) führte die Gruppe durch die Rettungsstation. Foto: Jennifer Kemker

Werlte. Als Erste in der Region besichtigte die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen die Rettungsstation des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) Osnabrück in Werlte, die eine bundesweite Ausschreibung des Landkreises Emsland im Sommer gewonnen hatte.

Am 31. Dezember um 19 Uhr war es nach Angaben von Thomas Heine, Geschäftsführer des ASB-Kreisverbandes Osnabrück, soweit. Der Rettungsdienst hat offiziell seinen Dienst im Emsland angetreten und löst das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ab, das die Aufgabe vorübergehend übernommen hatte. „Wir wollen einen guten Rettungsdienst in der Samtgemeinde leisten“, sagte Heine.

In insgesamt nur drei Monaten ist laut Heine ein modernes, rund 300 Quadratmeter großes Gebäude gebaut worden, das den neusten Normen entspricht. Mit einem Rettungswagen und einem Ersatzfahrzeug rücken 24 Stunden lang jeweils zwei Mitarbeiter zu Notfällen in der Samtgemeinde Werlte aus. „Momentan sind wir drei bis viel Mal am Tag im Einsatz“, so Heine. In der Werlter Rettungsstation seien momentan acht Mitarbeit tätig.

Gerade im Landkreis Emsland gäbe es sonst nur das DRK oder den Malteser Hilfsdienst. „Wir freuen uns, dass nun ein bisschen mehr Farbe in die Region kommt“, so Michael Fuest, Vorsitzender der Kreistagsfraktion. Der ASB sei ein Zugewinn für die Samtgemeinde. „Wir sind auch sehr interessiert, mit den anderen Rettungsdiensten zusammen arbeiten zu können, wenn der Bedarf besteht“, sagte Heine.

Bei einem Rundgang durch das neue Gebäude führte Heine die Gruppe zunächst durch den Lehrsaal, die Büroräume und den Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter. Weiter ging es zu den Umkleideräumen der Frauen und Männer sowie zu drei Ruheräumen, die mit jeweils einem Bett ausgestattet sind. Die beiden Einsatzwagen begutachteten die Fraktionsmitglieder in der großen Halle der Station. Das eigentliche Rettungsfahrzeug verfügt nach den Worten von Heine über die einzige elektronische Trage im Emsland. „Die Trage ist schonender für den Rücken unserer Mitarbeiter und erleichtert ihre Einsätze“, so Heine. Das Ersatzfahrzeug sei mit einer herkömmlichen Trage ausgestattet. Angrenzend an die Halle ist ein gut verschlossenes Medikamentenlager und ein sogenannter Schwarz-Weiß-Bereich zu finden. In der Schleuse können sich die Mitarbeiter laut Heine waschen und die Arbeitsmittel spülen und desinfizieren.

Der ASB habe landesweit mehr als 200000 Mitglieder. Der Ursprung des Bundes liegt nach den Worten von Heine bei den Samaritern, wie es die Menschen aus der Kirche kennen. „Der ASB ist aus einer Arbeiterbewegung in Zeiten der Industrialisierung gegründet worden“, sagte er. „Stärker prägte er sich dann nach der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern aus.“


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