EWE richtet Station ein Werlter Rathaus bekommt Stromtankstelle

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Regelrecht elektrisiert zeigte sich am Donnerstag Werltes Bürgermeister Willfried Lübs nach der Probefahrt mit einem Elektroauto der EWE. Dessen Vertreter Michael Diekmann (links) hatte die Vorzüge während der Ratssitzung präsentiert. Foto: Jürgen EdenRegelrecht elektrisiert zeigte sich am Donnerstag Werltes Bürgermeister Willfried Lübs nach der Probefahrt mit einem Elektroauto der EWE. Dessen Vertreter Michael Diekmann (links) hatte die Vorzüge während der Ratssitzung präsentiert. Foto: Jürgen Eden

Werlte. Vor dem Werlter Rathaus können schon bald Elektrofahrzeuge Strom beziehen. Denn für die Errichtung einer E-Tankstelle gab der Werlter Gemeinderat am Donnerstagabend einstimmig grünes Licht.

Im Rahmen der politischen Diskussion hatte Michael Diekmann von der EWE die Strategien und Angebote des regionalen Anbieters vorgestellt. Vorab nutzten einige Ratsmitglieder und Vertreter der Verwaltung die Gelegenheit zu einer Probefahrt.

Die Investitionskosten für die öffentliche Elektrotankstelle in Höhe von bis zu 8000 Euro trägt die EWE, während die Gemeinde die Anschlusskosten von rund 2.000 Euro übernimmt. Außerdem werden laut des stellvertretenden Gemeindedirektors Christian Rüve monatlich rund 180 Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren für den Service der Tankstelle aus dem Gemeindehaushalt gezahlt. Hintergrund für das Engagement ist neben dem Öko-Image, den sich die Gemeinde auf die Fahnen geschrieben hat, auch der steigende Mobilitätsbedarf der Bediensteten in der Samtgemeinde.

Verwaltungsmitarbeiter haben mehr zu tun

So werde noch in diesem Jahr ein Elektrofahrzeug Audi „e-tron“ geleast. „Die Aufgaben in der Verwaltung haben zugenommen, beispielsweise bei der Anmietung von Wohnraum für Flüchtlinge, aber auch für die Betreuung“, so Rüve weiter. Seit dem vergangenen Jahr verfüge die Samtgemeinde bereits über zwei Hybrid-Fahrzeuge auf Gasbasis. Der EWE-Vertreter Diekmann machte deutlich, das der Oldenburger Konzern neben Werlte einen weiteren Ladepunkt in Heede errichten wolle. „Nicht nur Elektrofahrzeuge sind aufgrund einer Reichweite von 500 Kilometern alltagstauglich. Auch unser Versorgungssystem für derartige Fahrzeuge ist es“, so Diekmann. Denn für die Aufladung der Batterien brauche man nicht mehr zwingend die EWE-Stromtankkarte.

500 Ladepunkte in ganz Deutschland

Stattdessen sei auch der Zugang per Smartphone-App möglich. Bundesweit gebe es inzwischen 500 Ladepunkte unterschiedlicher Anbieter. In Privathaushalten könnten sich Kunden der EWE zudem einen Doppeltarifzähler installierten lassen, der nachts zu günstigeren Konditionen eine Aufladung ermögliche. „Wir reden hier nicht mehr über ein Zukunftsthema, sondern über ein Vorhaben, was wir hier und jetzt erleben können“, sagte Bürgermeister Willfried Lübs.

Denn er hatte im Sommer bei der Hansa-Green-Tour von Cloppenburg bis Sonderborg in Dänemark mit einem gasbetriebenen Dienstwagen teilgenommen. „Von Flensburg bis nach Werlte habe ich Gas für 11,75 Euro verbraucht“, berichtet der pensionierte Lehrer. Er gehe davon aus, dass sich ähnliche Einspareffekte auch mit der Elektromobilität erzeugen lassen. Vorrangig ist nach seinen Worten jedoch der Vorbildcharakter, den eine Kommune geben müsse. „Dann werden auch die Bürger auf alternative Antriebsformen umsteigen“, so Lübs.


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