Einrichtung muss umziehen Mütterzentrum Werlte bangt um Existenz

Von Birgit Brinker

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Ein Umzug wurde beschlossen. Die Tage des Mütterzentrums Werlte an der Molkereinstraße sind gezählt. Foto: Birgit BrinkerEin Umzug wurde beschlossen. Die Tage des Mütterzentrums Werlte an der Molkereinstraße sind gezählt. Foto: Birgit Brinker

Werlte. Das Mütterzentrum in Werlte steht vor einem Umbruch. Der Mietvertrag für das Haus in der Molkereistraße wurde vom Verein bereits gekündigt.

Die Zahl der anwesenden Mitglieder auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung machte das Dilemma des Mütterzentrums in Werlte deutlich. Zu wenige und vor allem zuwenig engagierte Mitglieder machen dem Mütterzentrum in Werlte zu schaffen. Die dargelegte finanzielle Situation des Vereins machte deutlich, dass es in dem Gebäude an der Molkereistraße keine Zukunft gibt.

Die Miet- und Energiekosten in dem großen alten Gebäude sind für den Verein nicht weiter tragbar. Es sei der Minikindergarten, der durch sinkende Anmeldungen zu einer extremen Unterdeckung in den Gesamtkosten geführt habe, so die erste Vorsitzende Karina Meyer. Zwischenzeitlich habe man sich von zwei langjährigen Betreuerinnen trennen müssen. Die Betreuungszeiten für die Kinder sind auf zwei Tage in der Woche geschrumpft. Auch andere Veranstaltungen seien in der vergangenen Zeit weniger gut angenommen worden. Den Vorwurf aus der Versammlung diese nicht genug beworben zu haben ließen die Vorstandsmitglieder gelten. Sie wiesen jedoch auch darauf hin, dass der ehrenamtliche Aufwand für die recht kleine Vorstandsriege, allesamt aus berufstätigen Müttern, alleine kaum zu stemmen sei.

Aufgrund der schwierigen Situation und ob der mangelnden Nachfolger beschlossen die Vorsitzende und die Kassenwartin des Vereins Martina von Garrel entgegen ihren vorherigen Absichten ihre Posten nicht zu Verfügung zu stellen. In der Hoffnung die Arbeit, des Mütterzentrums, das vor wenigen Jahren sein 20-jähriges Bestehen feiern konnte zu retten, wurde ein Umzug des Vereins beschlossen. Geeignete Räumlichkeiten zur Weiterführung der derzeitigen Aktivitäten seien im Gebäude des ehemaligen Geschäftshauses Arkenberg an der Poststraße bereits gefunden worden. Im März des kommenden Jahres folge der Umzug. Hier könne und wolle man auch den Minikindergarten weiterführen. Für die Zukunft des Vereins und den Neustart an diesem Standort baut der Vorstand darauf, weitere engagierte Mitglieder zu gewinnen und Interessenten für die flexiblen Betreuungsangebote für Kleinkinder zu finden. Interessierte melden sich bei Karina Meyer unter Telefon 04951 / 994083.


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