Umbau des Wasserwerkes in Werlte Wasserverband Hümmling verdoppelt die Kapazitäten

Von Mirco Moormann

Haben den Baufortschritt täglich im Blick (von links): Bauleiter Josef Janetzki und Wasserverbands-Geschäftsführer Thomas Rakers vor der neuen Mangan-Filteranlage und dem Wasserspeicher (im Hintergrund). Foto: Mirco MoormannHaben den Baufortschritt täglich im Blick (von links): Bauleiter Josef Janetzki und Wasserverbands-Geschäftsführer Thomas Rakers vor der neuen Mangan-Filteranlage und dem Wasserspeicher (im Hintergrund). Foto: Mirco Moormann

Werlte. Der steigende Wasserverbrauch sorgt für eine Erhöhung der Grundwassermenge auch auf dem Hümmling. Um dieses Wasser für den Verbraucher aufzubereiten, ist eine Erweiterung des Wasserwerkes in Werlte nötig. Der Wasserverband Hümmling nimmt dafür 6,6 Millionen Euro in die Hand.

Die Leistungsfähigkeit des Wasserwerks Werlte wird nach Aussage des Geschäftsführers des Wasserverbandes, Thomas Rakers, verdoppelt. Dazu müssen die technischen Anlagen zur Reinigung und Aufbereitung des Wassers erweitert werden.

Derzeit wird an einem Anbau gearbeitet, der sich an das vorhandene Gebäude an der Rastdorfer Straße anfügt. „Der Großteil ist fertig. Nach Abschluss der Arbeiten haben wir eine Förderleistung von 1200 Kubikmetern pro Stunde“, sagt Rakers. Derzeit seien 630 Kubikmeter möglich. Somit passe man die Kapazität an das zweite Wasserwerk des Verbands in Surwold an. Dieses wurde 2007 erweitert und kann seitdem 1250 Kubikmeter in der Stunde abgeben. Erweitert werden die Filteranlagen für Eisen und Mangan. Diese Metalle werden in großen Stahlkesseln ausgefiltert. In einem Zwischenschritt wird über eine sogenannte Kaskade Sauerstoff hinzugefügt. Für die gesamte Erweiterung werden vom Verband 6,6 Millionen Euro eingeplant. Die Fertigstellung soll im Sommer 2016 erfolgen.

In Werlte entsteht zudem ein neues Speicherbecken mit einem Volumen von 5000 Kubikmetern. Im gesamten Verbandsgebiet stehen damit Wasservorräte von 45000 Kubikmetern zur Verfügung. So könne man den steigenden Bedarf an Wasser auch an Spitzentagen im Sommer gewährleisten, sagt Rakers. Die durchschnittliche Entnahmemenge liege bei etwa 30000 Kubikmetern am Tag, kommt an heißen Sommertagen aber auch an die Marke von 45000 heran. Der Wasserverband versorgt das nördliche Emsland sowie die angrenzenden Orte Gehlenberg und Neuvrees im Westen sowie den Ort Völlen im Norden des Verbreitungsgebietes mit Wasser. Insgesamt 28 Pumpen fördern das Wasser aus Tiefen von bis zu 65 Metern.

Insgesamt 40000 Haushalte sind an das Netz, das aus 1800 Kilometern Rohren besteht, angeschlossen. Um das Wasser von den Werken in Surwold und Werlte bis etwa nach Sustrum oder Rhede befördern zu können, sind unterwegs sieben Druckerhöhungsstationen installiert. Stolz ist Rakers nicht nur auf die gute Qualität des Wassers, sondern auch darauf, dass der Hümmlinger Verband im regionalen Vergleich die besten Preise anbieten kann. Auch Wasserverbandsvorsteher und Werltes Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe schließt sich dem an. Es seien „beträchtliche Investitionen“, die der Verband, ein Betrieb mit 30 Angestellten und sieben Millionen Euro Umsatz im Jahr, stemme. Mit der jetzigen Erweiterung ist der Verband aber noch nicht am Ende. In Zukunft sollen noch die Steuerungstechnik und das Verwaltungsgebäude auf den neuesten Stand gebracht werden.


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