Wehr-Übung nach „Explosion“ 100 Einsatzkräfte proben den Ernstfall in Werlte

Von Jürgen Brinkmann

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Werlte. Den Ernstfall geprobt haben die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus der Samtgemeinde Werlte und die Rettungskräfte der Schnelleinsatzgruppe 2 (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Werlte, Lathen und Sögel am vergangenen Samstagnachmittag. Sie mussten sich einem Szenario an der Albert-Trautmann-Schule und am Gymnasium in Werlte stellen.

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst hatten die Aufgabe, mehrere verletzte und vermisste Personen in den Räumlichkeiten der beiden Werlter Schulen zu retten. Zuvor war es im Chemieraum des Gymnasiums während eines Experiments zu einer folgenschweren Explosion mit mehreren Verletzten gekommen. Durch die Detonation entstand außerdem eine mit Schadstoffen belastete Wolke, die sich in dem Bereich der Albert-Trautmann-Schule und der Schulmensa ausbreitete. Auch hier mussten mehrere Verletzte aufgefunden und gerettet werden.

Nachdem die ersten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Werlte eingetroffen waren und in einer ersten Besprechung die Lage erkundet wurde, hat die anwesenden Feuerwehrleute mit den Ortsfeuerwehren Lahn und Lorup und mit der SEG des DRK weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Sie machten sich unmittelbar nach ihrem Eintreffen mit sogenannten Chemikalienschutzanzügen und mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten im Bereich des Chemieraumes auf die Suche nach den verletzten und vermissten Personen.

Nachdem sie aufgefunden worden waren, retteten die Einsatzkräfte die betroffenen Menschen aus dem kontaminierten Bereich. Dabei kam zudem die Drehleiter der Feuerwehr Werlte zum Einsatz. Anschließend übernahmen die Angehörigen der SEG des DRK die Verletzten. Die Schnelleinsatzgruppe führte entsprechend bestehender Konzepte für solch einen sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ (ManV) eine Sichtung der Patienten und eine Erstversorgung in einem provisorisch im Nahbereich errichteten Verbandsplatz für die Verwundeten durch. Im weiteren Verlauf erfolgte nach Prioritäten gestaffelt der Abtransport der Verletzten in die umliegenden Krankenhäuser.

Die Übung fand unter den wachsamen Augen des Werlter Gemeindebrandmeisters Gerd Köbbe, den Werlter Samtgemeinde-Mitarbeitern Dieter Cloppenburg und Gerd Dicken sowie dem Schulleiter der Albert-Trautmann-Schule, Klaus Ruhe, statt. Köbbe zeigte sich in der ersten Manöverkritik vor Ort mit dem Verlauf und dem Engagement der etwa 100 Einsatzkräfte zufrieden.


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