Rat beschließt Förderprogramm Rastdorf erweitert Wohngebiet um zehn Plätze

Mehr Häuslebauer anlocken will die Gemeinde Rastdorf. Symbolfoto: Ludger JungeblutMehr Häuslebauer anlocken will die Gemeinde Rastdorf. Symbolfoto: Ludger Jungeblut

Rastdorf. Um in Zukunft mehr junge Familien mit Kindern nach Rastdorf zu locken, hat der Rat der Gemeinde in seiner jüngsten Sitzung jetzt wesentliche Maßnahmen verabschiedet.

Einstimmig wurde ein Förderprogramm für den Wohnungsbau von Familien mit Kindern beschlossen. Dieses ermöglicht es, dass die Gemeinde beim Neubau oder Erwerb einer Wohnimmobilie für jedes Kind bis zum zehnten Lebensjahr einen Zuschuss in Höhe von 2500 Euro gewährt. „Es ist eine ganz besondere Fördermaßnahme“, sagte Bürgermeister Hans Flüteotte (CDU).

Ebenfalls einstimmig entschieden sich die Ratsmitglieder für die Erweiterung des ortsinternen Wohngebietes um weitere zehn Bauplätze. Der Bürgermeister blickte in diesem Zusammenhang auf die Entstehung der Gemeinde vor etwa 75 Jahren als ein typisches Straßendorf zurück. Entlang der von Nord nach Süd verlaufenden, 12 Kilometer langen Dorfstraße wurden damals beidseitig die Höfe in räumlicher Zuordnung zu den landwirtschaftlichen Flächen gebaut. Erst seit etwa 20 Jahren werde systematisch die Dorfkernbesiedelung betrieben.

Zur Erarbeitung regionaler Projekte für das Leader-Förderprogramm beschloss der Rat in seiner Sitzung, einen breit aufgestellten Arbeitskreis zu bilden, der Anfang 2015 zum Einsatz kommen soll. Weiterhin billigten die Ratsmitglieder die Stellungnahme der Gemeinde zum Landesraumordnungsprogramm. Darin fordern sie vor allem einen Abstand von 1000 Metern zwischen Windkraftanlagen und der Wohnbebauung. Zudem spricht sich die Gemeinde darin für eigenständige Entwicklungsmöglichkeiten und den Verzicht auf die Einbeziehung privater und landwirtschaftlicher Nutzflächen in die Gebiete der Moorentwicklung und Torferhaltung aus.

Und schließlich wurde während der Sitzung auch ausführlich über die Aufnahme von Flüchtlingen in Rastdorf gesprochen. Nach Angaben von Brigitte Sturm (SPD) stünden derzeit das Personal und das notwendige Material bereit, um Asylbewerber in der Gemeinde aufzunehmen. Ziel sei es, den Flüchtlingen ein möglichst zügiges Eingewöhnen zu ermöglichen. Bürgermeister Flüteotte ergänzte, dass die bevorstehenden Aufgaben nur zusammen mit der gesamten Gemeinde zufriedenstellend erfüllt werden könnten. Deshalb sei nun Handeln gefragt.

Anliegerbeiträge sinken

Rückblickend auf das Jahr 2014, informierte der Bürgermeister die Ratsmitglieder schließlich, dass der Bau der Straße zum Sportplatz abgeschlossen werden konnte. Insgesamt kosteten die Arbeiten etwa 90000 Euro und seien damit etwa 20000 Euro günstiger gewesen als berechnet. Damit würden sich auch die Anliegerbeiträge entsprechend reduzieren. Weiterhin berichtete Flüteotte, dass sich im Gewerbegebiet an der Landesstraße 836 drei weitere Unternehmen angesiedelt hätten. Auch das ausgewiesene Baugebiet im Ortskern sei bis auf einen noch freien Bauplatz vollständig bebaut.

Die Haushaltssituation in Rastdorf, insbesondere die Steuereinnahmen, seien im Wesentlichen im Umfang der Jahresplanung geblieben. „Kein Nachtrag und auch keine zusätzlichen Schulden“, sagte Flüteotte.


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