Gemeinde will Betreuung ausbauen Oberschule in Lorup soll Jugendtreff bekommen

Von Juliane Horn

Vorbildcharakter: Ein Jugendtreff in Lorup könnte so ähnlich wie der in Werlte aussehen. Foto: Rainer LükerVorbildcharakter: Ein Jugendtreff in Lorup könnte so ähnlich wie der in Werlte aussehen. Foto: Rainer Lüker

Lorup. Der Jugendtreff im Schulzentrum (JutiS) in Werlte – der mittlerweile seit fünf Jahren besteht –, könnte nun zum Vorbild für ein ähnliches Vorhaben in Lorup werden. Denn die Gemeindeverwaltung denkt derzeit darüber nach, in der Oberschule in Lorup ebenfalls einen Jugendtreffpunkt einzurichten. Das bestätigte Bürgermeister Wilhelm Helmer auf Nachfrage.

Mit einem solchen Angebot könnte die Nachmittagsbetreuung in Lorup weiter ausgebaut werden. Um die Idee umzusetzen, müsse die Gemeinde vorher viele Fragen klären, sagte Helmer. Dazu zähle beispielsweise die Art der Betreuung sowie die Personalplanung. „Wir sind noch ganz am Anfang“, erklärte der Bürgermeister. Was ihm aber schon gewiss ist, ist die Unterstützung der Samtgemeinde (SG) Werlte. Helmer habe bereits mit SG-Bürgermeister Ludger Kewe darüber gesprochen. „Das wäre ein gutes Angebot für die Kinder nach dem Unterricht“, bestätigte Kewe.

Entstanden sei die Idee im Schulelternrat, wie Jan Heinemann, Leiter des Schulzentrums Lorup, sagte. Das Gremium hatte demnach nach einem Ort gesucht, wo sich die Jugendlichen auch nach Unterrichtsschluss um 16 Uhr treffen können. „Wenn es eine Möglichkeit gibt, sollten wir uns dafür öffnen“, sagte der Schulleiter.

Im JutiS in Werlte werden derzeit beispielsweise verschiedene Sportarten, Spiele, kreative Beschäftigungen, gemeinsame Partys oder Ausflüge angeboten. Betreut werden die Jugendlichen zwischen 10 und 16 Jahren von montags bis donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Freizeitraum und der Mensa des Schulzentrums.

Wenn es in Lorup zur Umsetzung kommen würde, müsste die Samtgemeinde in ihrer Funktion als Schulträger die Räumlichkeiten für den Jugendtreff zur Verfügung stellen. Im Gespräch mit Lorups Bürgermeister habe Kewe ihm diese bereits zugesagt. Stehen die entsprechenden Räume in der Oberschule fest, müsse sich schließlich die Gemeinde um den Personalaufwand kümmern. Das sei im Moment auch das Erste, was die Loruper Verwaltung regeln müsse. Sobald es einen Plan gibt, können nach Angaben des Samtgemeindebürgermeisters weitere Gespräche stattfinden.

„Die Betreuung der Jugendlichen läuft bei uns wahrscheinlich auf ehrenamtliche Helfer hinaus“, kündigte Helmer an. Denn nach seinen Erfahrungen sei es schwer, Leute für einen längeren Zeitraum zu finden. Allerdings gebe es dazu noch keine konkreten Planungen. Kewe wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Personal aber zumindest entsprechend qualifiziert sein müsse, um die Aufsichtspflicht zu sichern und jemanden haftbar machen zu können. In Werlte übernehmen deshalb hauptamtliche Kräfte diese Aufgabe.

„Egal wie sich die Gemeinde entscheidet – es ist eine unterstützenswerte Sache“, fasste der Samtgemeindebürgermeister zusammen. Kewe sagte bereits jetzt, dass er nicht mit Einwänden der Samtgemeinde rechne. Schließlich sei ein solcher Jugendtreff im Rahmen der Ganztagsbetreuung auch in Werlte genehmigt worden. Helmer kündigte im Gespräch mit unserer Redaktion an, dass sich der Jugendausschuss nach entsprechender Vorarbeit durch die Gemeinde wahrscheinlich Anfang des kommenden Jahres genauer mit dem Thema befassen werden.