Spende für Syker Verein Werlte Schüler erhalten Einblicke ins Kinderhospiz

Von Anna Kröger

Den symbolischen Spendenscheck in Höhe von 3677 Euro haben Regina Rat (links) und Lukas Rump von der Schülervertretung jetzt an Marion Zwilling übergeben. Foto: Anna KrögerDen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 3677 Euro haben Regina Rat (links) und Lukas Rump von der Schülervertretung jetzt an Marion Zwilling übergeben. Foto: Anna Kröger

Werlte. Mit einer Spende in Höhe von 3677 Euro hat die Albert-Trautmann-Schule (ATS) in Werlte jetzt das Syker Kinderhospiz Löwenherz unterstützt. Der Erlös kam am sogenannten Albert-Trautmann-Tag zustande, an dem die Schüler einmal jährlich mit verschiedenen Aktionen Geld für soziale Zwecke sammeln.

Für die Schule stellt die in diesem Jahr gesammelte Spendensumme einen neuen Rekordwert dar, freute sich Regina Rat von der Schülervertretung (SV), die zusammen mit SV-Kollege Lukas Rump den Spendenscheck an Marion Zwilling vom Verein Kinderhospiz Löwenherz übergab. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass so viele Menschen uns unterstützen. Vom Land und den Krankenkassen bekommen wir kaum Zuschüsse“, erklärte die stellvertretende Vereinsvorsitzende. Nur durch Spenden sei es möglich, die Arbeit im Kinderhospiz aufrechtzuerhalten. Schließlich benötige die Einrichtung pro Jahr für die stationäre Pflege der unheilbar erkrankten Kinder rund zwei Millionen Euro.

Die Spendenübergabe in Werlte nutzte Zwilling nicht nur, um sich zu bedanken, sondern auch, um den Schülern der Klassen sechs bis zehn einen Einblick in die Arbeit im Kinderhospiz zu geben. Trotz vieler Momente der Trauer sei das nämlich kein „grauenhafter Ort“, wie viele glaubten. „Ich gehöre selbst zu den betroffenen Eltern, die ein Kind verloren haben. Ich weiß also, wovon ich rede“, betonte Zwilling. Als sie das erste Mal mit ihrer Tochter, die an einer schweren Stoffwechselerkrankung litt, in die Syker Einrichtung kam, habe auch sie im Vorfeld gedacht, ein Kinderhospiz müsse der schlimmste Ort auf Erden sein. „Ich war erstaunt, als ich auf einmal Gelächter hörte.“ Statt sterilem Krankenhausambiente treffen die Gäste und ihre Familien hier auf helle und freundliche Räumlichkeiten mit Wohlfühlcharakter, wie Zwilling anhand ihres bildreichen Vortrages verdeutlichte. Neben den Einzelzimmern für die erkrankten Kinder und den dazugehörigen „Familienhöhlen“ für ihre Eltern und Geschwister gibt es einen großen Aufenthaltsraum, einen Raum der Sinne, einen Kreativraum, ein Therapiebad und das Abenteuerland zum Austoben. Insgesamt können acht Kinder im Alter von 0 bis 13 Jahren und ihre Familien im Kinderhospiz auf dem Weg des Abschiednehmens begleitet werden. Das im vergangenen Jahr entstandene Jugendhospiz bietet indes Platz für vier erkrankte 14- bis 24-Jährige und ihre Begleiter. „Unser Ziel ist, auch das Jugendhospiz auf acht Plätze aufzustocken“, so Zwilling.

Nähere Infos unter www.kinderhospiz-loewenherz.de