Vortrag in Lorup „BeLu“ hilft in Uganda

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Hilfe zur Selbsthilfe wollen Bernd Rickermann (3. v. links) und Ludwig Wilkens den Ugandern bieten. Foto: KuntzeHilfe zur Selbsthilfe wollen Bernd Rickermann (3. v. links) und Ludwig Wilkens den Ugandern bieten. Foto: Kuntze

Lorup. Es gibt Rentner, die nehmen das Wort Ruhestand beim Namen. Bernd Rickermann tut dies nicht. Zusammen mit dem Loruper Gaststättenbetreiber Ludwig Wilkens reist er stattdessen ein bis zweimal pro Jahr nach Uganda. Der Grund: helfen.

Weder fließend Wasser, noch Strom: Schon als Jugendlicher wollte Rickermann nach Afrika, um den Ärmsten der Armen zu helfen. Geklappt hat das aber erst nach der Berufstätigkeit. 2010 reiste er zum ersten Mal nach Uganda. „Ich konnte die ersten zwei Nächte nicht schlafen“, so groß sei das Elend gewesen, gesteht der Ruheständler den Anwesenden bei einem Vortrag in Lorup.

Mithilfe der Kolpingsfamilie St. Michael aus Papenburg gründete er seine eigene kleine Hilfsorganisation. Weil Wilkens ihn – von den Erzählungen Rickermanns berührt – seit 2012 unterstützt, nennt der Verein sich „BeLu“ – Bernd und Ludwig.

Ihr Augenmerk richten sie bei ihrer Arbeit auf einen ganz bestimmten Ort: Kabango in Uganda. Ihr Ziel ist nicht, möglichst viele Hilfsgüter in möglichst kurzer Zeit dorthin zu schaffen, sondern langfristige Hilfe anzubieten. Vor allem Hilfe zur Selbsthilfe.

So war es auch beim Bau der Fotovoltaikanlage, die die beiden mit Bekannten in Uganda errichteten. Nachdem sie die Solaranlagen auf die von der Kolpingwerkstatt Papenburg vorgefertigte Konstruktion angebracht hatten, wurden die Einheimischen in die Benutzung und Wartung der Anlage eingewiesen. „Dadurch ist es jetzt möglich, einen Kühlschrank in der Krankenstation zu betreiben, in dem Medikamente gekühlt werden können“, sagt Wilkens.

Doch das ist nicht die einzige gute Tat der beiden in Kabango. Auch eine Schule haben sie schon gebaut und eine Trinkwasserleitung verlegen lassen. Damit soll aber noch lange nicht Schluss sein. Für die Zukunft steht die Errichtung eines Trinkwasserbrunnens auf dem Plan. Im nahegelegenen Masaka wollen die beiden einen Kindergarten einrichten.

„Wir versuchen seit einiger Zeit, in Uganda etwas auf die Beine zu stellen“, hatte Rickermann anfangs den Vortrag eingeläutet. Die Zuhörer sind sich sicher: Bisher hat das gut geklappt.


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