Rüve zum Ersten SG-Rat gewählt Verwaltungsspitze in Werlte wieder komplett

Von Hermann Hinrichs

Die neue Doppelspitze im Werlter Rathaus bilden Erster SG-Rat Christian Rüve und SG-Bürgermeister Ludger Kewe, hier mit seinem Stellvertreter Heribert Kleene und dem SG-Ratsvorsitzenden Daniel Thele (von links). Foto: Hermann HinrichsDie neue Doppelspitze im Werlter Rathaus bilden Erster SG-Rat Christian Rüve und SG-Bürgermeister Ludger Kewe, hier mit seinem Stellvertreter Heribert Kleene und dem SG-Ratsvorsitzenden Daniel Thele (von links). Foto: Hermann Hinrichs

Werlte. Die Spitze der Werlter Samtgemeindeverwaltung ist wieder komplett. Während der Sitzung des Samtgemeinderates am Dienstagabend ist Ludger Kewe als neuer Samtgemeindebürgermeister vom stellvertretenden SG-Bürgermeister Heribert Kleene vereidigt worden. Zudem wählte der Rat einstimmig Christian Rüve zum neuen Ersten Samtgemeinderat, also dem Vertreter Kewes.

Der 44-jährige Rüve wird sein Wahlamt am 1. Januar offiziell antreten. In seiner Vorstellung bezeichnete er als sein Lebensmotto „Nicht unterordnen, sondern einordnen“. Das beschreibe ihn als Menschen passend. Rüve war seit 2005 Erster Stadtrat in Löningen und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Die politische Situation in Löningen sei eine „sehr große Herausforderung“ gewesen, in der er sich aber stets die Loyalität gegenüber seinem Vorgesetzten, dem Bürgermeister, bewahrt habe.

Werltes neuer Samtgemeindebürgermeisters Ludger Kewe nutzte indes seine Vereidigung dazu, die wichtigsten Handlungsfelder der kommenden Jahre abzustecken. „Eine gute Ausgangsposition bedeutet nicht, dass keine Arbeit übrig ist“, so Kewe. Es gebe einiges zu erneuern, gerade in den Kernzuständigkeiten der Samtgemeinde: Schulen, Feuerwehr und Abwasser.

Für die Feuerwehr stehe bereits kurzfristig die Ersatzbeschaffung für die aus Sicherheitsgründen stillgelegte Drehleiter an. An der Zukunft des Grundschulsystems werde bereits gearbeitet. Dabei liege gerade mit Blick auf die Grundschule Werlte, „gleich welchen Weg wir einschlagen, eine große finanzielle Kraftanstrengung“ vor der Samtgemeinde. Und auch im Klärwesen gebe es aufgrund alter und mithin auch ausgelasteter Anlagen viel zu tun.

Und dann ist da noch die schon seit langem geplante Sanierung und Erweiterung des Rathauses. Kewe: „Angesichts der Verhältnisse bleibt nicht ewig Zeit.“ Trotz allem müsse es auch das Ziel sein, die finanziellen Spielräume der Mitgliedsgemeinden zu erhalten. Eine bedeutende Rolle maß Kewe der interkommunalen Zusammenarbeit bei. „Die wird in Zukunft eine noch stärkere Rolle spielen.“