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12.11.2014, 19:03 Uhr KOMMENTAR

Widerstand in Vrees hat sich bereits gelohnt

Kommentar von Hermann Hinrichs

Die Biogasanlage Büter/Heymann in Vrees will ihre Sonderbaufläche vergrößern. Dagegen wehren sich Anlieger. Foto: Hermann HinrichsDie Biogasanlage Büter/Heymann in Vrees will ihre Sonderbaufläche vergrößern. Dagegen wehren sich Anlieger. Foto: Hermann Hinrichs

Werlte. Während der Beratung um die beantragte Vergrößerung der Sonderbaufläche der Biogasanlage Büter/Heymann im Vreeser Ortsteil Grensenhöhe ist es in der Sitzung des Samtgemeinderates (SG-Rat) Werlte zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen. Ein Kommentar.

Die Wellen im Samtgemeinderat Werlte sind rund um die Erweiterung der Sonderbaufläche der Biogasanlage Büter/Heymann in Vrees höher geschlagen, als sie es hätten müssen.

Der Verdacht, dass mit den geplanten Maßnahmen die Grundlage für eine Leistungssteigerung der Anlage über 1,3 Megawatt hinaus gelegt werden soll, erledigt sich schon mit Blick auf das neu gefasste Erneuerbare-Energien-Gesetz: lohnt nicht.

Der Zweck der Erweiterung reduziert sich somit darauf, gesetzlichen Anforderungen nachkommen zu können und die Anlage zu optimieren. Für den geplanten Behälter für Gärsubstrate bräuchte es nicht einmal eine zusätzliche Fläche, die würde auch so ausreichen.

Dass die Sorgen in der Nachbarschaft und der Politik hochkochen, haben die Gesellschafter allerdings ein gutes Stück weit selbst verschuldet. Sie haben für ihre Maislager bereits teilweise eine Fläche in Anspruch genommen, die außerhalb der vorhandenen Sonderbaufläche liegt. Welch ein Eigentor!

Den Bürgern bringt es indes wenig, die Erweiterung der Fläche zu verhindern, denn ein Mehr an Verkehr käme nur zustande, wenn auch die Leistung der Anlage erhöht würde. Für die Anlieger gibt es aber bereits feste Zusagen, die Situation deutlich zu verbessern. Damit hat sich der Widerstand schon jetzt gelohnt.


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