Helikoptereinsatz auf Hümmling-Ring Schwerer Unfall überschattet Bahn-Rennen in Werlte

Von Helmut Diers

Der schwer verletzte Gespannfahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Meppener Krankenhaus geflogen. Symbolfoto: Thorsten WöhrmannDer schwer verletzte Gespannfahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Meppener Krankenhaus geflogen. Symbolfoto: Thorsten Wöhrmann

Werlte. Ein schwerer Unfall hat die Rennen um die Deutsche Seitenwagenmeisterschaft und den Deutschen Langbahnpokal auf dem Hümmling-Ring in Werlte überschattet. Bei der Rettung eines Gespannfahrers vor rund 1200 Zuschauern war ein Hubschrauber im Einsatz.

Im vorletzten Vorlauf der Seitenwagenmeisterschaft am Samstagnachmittag fuhr direkt nach Zieleinlauf das Gespann Waldemar Guggemos/Patrick Lebnik (Böbing) scheinbar unkontrolliert auf das Gespann Florian Kreuzmayr/Benjamin Maier (Fischbachau) auf, stürzte spektakulär und blieb im Bereich der Startkurve liegen. Während Kreuzmayr/Maier unverletzt die Bahn verlassen konnten, wurde Lebnik mit starken Prellungen ins Hümmling-Hospital Sögel gebracht. Nach langer Transportvorbereitung wurde Guggemos „stabil und allein atmend“ mit dem Rettungshubschrauber ins Ludmillenstift Meppen geflogen.

Zur Schwere der Verletzungen mochte sich Rennleiter Josef Hukelmann mit Rücksicht auf den Böbinger nicht äußern. Hukelmann konnte zur Unfallursache nur Vermutungen äußern. „Vielleicht gab es bei der Maschine eine Gasklemme, dann kann man das Motorrad nicht mehr halten“.

Bis drei Läufe vor Ende des 44. ADAC Sandbahnrennens waren alle Rennen sturzfrei geblieben. Auch nach dem Unfall gab es nur einen weiteren Ausrutscher, allerdings ohne gesundheitliche Folgen für den Solisten der nationalen B-Lizenz. Beide Stürze haben mit dem Zustand der Rennbahn nichts zu tun. Jürgen Riedemann, Vorstandsmitglied für Sport im ADAC Weser-Ems e. V., hat schon vor der Veranstaltung gewusst: „Der MSC Werlte hat sich der Herausforderung gestellt und führt heute zwei Deutsche Meisterschaften durch. Bekanntlich ist nur der MSC Werlte in der Lage, trotz schlechtestem Wetter und knöcheltiefem Wasser seine Bahn innerhalb kurzer Zeit wieder in einen prädikatwürdigen Zustand zu versetzen“.

Am Freitag hatten mehrere Clubmitglieder rund 150.000 Liter Wasser von der Bahn abgepumpt und die Rutschschicht von der Bahn abgeschoben. Regen in der Nacht auf Samstag erforderte zwar kein Abpumpen von Wasser, aber eine erneute Entfernung der Glibberschicht von der Bahn. Bahndienste mit schwerem Gerät nach jedem zweiten Lauf garantierten eine Bahn, die von vielen gelobt wurde.

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