Wurstaktion hat begonnen Loruper sammeln Spenden für Ärzte in Guatemala

Von Birgit Brinker

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Probiert und für gut befunden hat Florian (links) die Wurst, die Hans und Monika Hömmen sowie Tina und Hans Albers (von links) für den guten Zweck verkaufen wollen.Foto: Birgit BrinkerProbiert und für gut befunden hat Florian (links) die Wurst, die Hans und Monika Hömmen sowie Tina und Hans Albers (von links) für den guten Zweck verkaufen wollen.Foto: Birgit Brinker

Lorup. Die Kolpingsfamilie Lorup führt auf der diesjährigen Loruper Kirmes wieder ihre Aktion „Wurst für Guatemala“ durch. Getreu dem Motto von Adolph Kolping „Der Mut wächst immer mit dem Herzen und das Herz mit jeder guten Tat“ will sie damit erneut die Arbeit von Anni Rohjans in Guatemala unterstützen.

Zum 13. Mal führt die Kolpingsfamilie Lorup die Aktion durch. Anni Rohjans konnte mit ihrer Arbeit in Guatemala in den vergangenen 25 Jahren viel erreichen. Nach dem Bau eines neuen Gebäudes, in dem eine Ambulanzstation untergebracht ist, konnte ihre neue Praxis mit bescheidenen Behandlungsmöglichkeiten den Betrieb aufnehmen.

Nach wie vor sind viele Patienten in Guatemala auf die Hilfe der 63-Jährigen angewiesen. Die neue Praxis wird bisher gut angenommen und erleichtert die Arbeit sehr. In zwei Untersuchungszimmern, einem für Wundbehandlung und einem zur Verabreichung von Spritzen, arbeitet sie mit Schwester Maria, um die Kranken zu versorgen. In der gut 100 Quadratmeter großen Praxis fehlt es aber noch an Mobiliar. Außerdem sollen ein Labor für Untersuchungen und ein kleines Operationszimmer eingerichtet werden. Da die Patienten in der Klinik von Anni Rohjans weite Anreisewege haben, wäre es somit etwa möglich, morgens Blutuntersuchungen im eigenen Labor durchzuführen, um nachmittags schon mit der Behandlung zu beginnen. Somit müssten die Patienten am folgenden Tag nicht noch einmal die weite Strecke auf sich nehmen.

Ferner fehlt auch immer Geld für die Medikamente der Hausapotheke, da die Patienten nur einen kleinen Anteil der Kosten aufbringen können. Die finanzielle Situation der Bevölkerung sei in dieser krisenhaften Zeit nicht besser geworden, beklagt Anni Rohjans, sie lebe jedoch in der Hoffnung, dass es langsam, aber sicher bergauf gehen werde.

Wie auch in der Vergangenheit will die Kolpingsfamilie Lorup mit ihrer Wurstaktion die Arbeit Rohjans finanziell unterstützen und ihr somit ermöglichen, Medikamente kaufen zu können.

Vor Jahren wurde vor Ort eine Finca gekauft und eine Kaffeeplantage eingerichtet. Sie wird als eine Genossenschaft geführt, und Anni ist dort Geschäftsführerin. Auf der Plantage, für die Rohjans die Verantwortung trägt, arbeitet etwa 60 Familien. Auf der Finca gibt es mittlerweile 70 Rinder, außerdem werden eine Hühnerfarm und eine Fischteichanlage betrieben. Mit der Verarbeitung der Produkte erhöht sich die Mitarbeiterzahl, sodass zurzeit sogar 130 Familien davon leben können. Es sei wichtig, dass die Familien zusammenbleiben können, und dass die Männer nicht gezwungen werden, in den Städten Arbeit zu suchen.

Die bevorstehende Hilfsaktion der Loruper Kolpingsfamilie „Wurst für Guatemala“ erfordert auch dieses Mal ein hohes Maß an Organisation. Vorstand und Helfer haben alle Hände voll zu tun, damit auch die 13. Aktion ein voller Erfolg wird. Seit Donnerstag können die etwa 1,5 Kilogramm schweren Fleisch- und Dauerwürste bei der Fleischerei Hans Hömmen, Im Esch 7, in Lorup erworben werden.

Weitere Infos unter Tel. 05954/477. Gespendet werden kann auf das Konto der katholischen Kirchengemeinde Lorup (IBAN: DE8428 0699350003020115, BIC: GENODEF1LRU), Stichwort „Wurst für Guatemala“.


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