Audi-Pilotprojekt in Werlte Mittelstandsvereinigung für „Power-to-Gas“-Technologie

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Die CDU-Mittelstandsvereinigung bei der Besichtigung der „Power-to-Gas“-Anlage von Audi in Werlte. Foto: Jan-Hendrik KuntzeDie CDU-Mittelstandsvereinigung bei der Besichtigung der „Power-to-Gas“-Anlage von Audi in Werlte. Foto: Jan-Hendrik Kuntze

Werlte. Die Energiekommission der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) hat sich bei einem Besuch in Werlte über die neue „Power-to-Gas“-Technik informiert, die von Audi entwickelt wurde.

Per Akklamation wurde ein Antrag beschlossen, laut dem dem Bundesvorstand der MIT vorgeschlagen werden soll, auf Ministerebene dafür zu werben, die „Power-to-Gas“-Technologie an bestehenden Förderungen erneuerbarer Energien teilhaben zu lassen.

Das Problem, das Audi-Vertreter der Energiekommission darlegten, ist die Einstufung der „Power-to-Gas“-Anlage als Endverbraucher. Grund dafür ist, dass die neue Energiegewinnungstechnik nicht im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als zu fördernde Technologie genannt ist. Dadurch werde das Projekt so sehr mit Abgaben belastet, dass die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen ernsthaft infrage stehe, hieß es vonseiten der Vertreter des Autoherstellers Audi.

Die Mitglieder der Energiekommission sahen dieses Problem einheitlich als unzulässige Wettbewerbsverzerrung an. Da die MIT jedoch „Hüterin des Wettbewerbs“ sei, so der Vorsitzende der Energiekommission, Dieter Bischoff (CDU), müsse man Abhilfe schaffen.

Bei der „Power-to-Gas“-Technologie geht es um die Umwandlung von Windkraft in Methan. Dazu wird mithilfe der Windkraftenergie Wasserstoff erzeugt, der unter Hinzufügung von Kohlenstoffdioxid Methan und Wasser ergibt. Methan ist Hauptbestandteil von Erdgas. Das hinzugefügte Kohlenstoffdioxid wird aus Biogasanlagen gewonnen, in denen jedoch nur Stoffe verwertet werden, die nicht anderweitig verwendet werden können. So soll eine „Tank-Teller-Diskussion“ vermieden werden.


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