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09.07.2014, 16:51 Uhr NEUE SCHULDEN DROHEN

Grundschule Werlte wird zu einer Herkulesaufgabe

Kommentar von Hermann Hinrichs

Die Grundschule in Werlte ist marode. Nur durch mobile Klassenzimmer reicht der Platz für die rund 440 Schüler aus. Foto: Hermann HinrichsDie Grundschule in Werlte ist marode. Nur durch mobile Klassenzimmer reicht der Platz für die rund 440 Schüler aus. Foto: Hermann Hinrichs

Werlte. Die Samtgemeinde Werlte muss ihre Grundschule in Werlte entweder sanieren oder eine neue errichten. Eine Überprüfung durch die Landesschulbehörde setzte die Samtgemeinde unter Zugzwang.

Die Samtgemeinde Werlte steht mit einer Sanierung oder einem Neubau der maroden Werlter Grundschule vor einer Herkulesaufgabe, die sie eigentlich gar nicht stemmen kann. Sie ist durch Investitionen in die Schulzentren in Werlte und Lorup bereits hoch verschuldet und wird sich noch deutlich höher verschulden müssen, egal welche Variante zum Zuge kommt.

Am Ende werden die Mitgliedsgemeinden als Finanziers der Samtgemeinde, allen voran Werlte, die Zeche zahlen müssen – ob sie wollen oder nicht. Die Frage ist nur, wie schnell oder langsam der Schuldenberg abgetragen werden soll.

Besonders schwerfallen dürfte indes dem Samtgemeinderat, die Konsequenzen aus dem Entwicklungsplan für alle Grundschulen zu ziehen, den nun ein Fachbüro „ohne Denkverbote“ erstellen wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Lahn und/oder Rastdorf zur Disposition stellt, ist hoch. Dass der Rat mit der nächsten Kommunalwahl in Sichtweite (2016) einem solchen Vorschlag folgen wird, ist dagegen eher unwahrscheinlich, es sei denn, alle Fraktionen ziehen an einem Strang.

Die gute Nachricht ist indes, dass auch die Grundschüler in Werlte in den kommenden Jahren ideale Verhältnisse bekommen werden. Schließlich muss der „große Wurf“ erfolgen, denn die Landesschulbehörde wird den aktuellen Zustand nicht auf Dauer dulden.


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