Projekt „Move 100“ gestartet Krone in Werlte macht Fitness zur Chefsache

Gaben den Startschuss für das Gesundheitsmanagement im Fahrzeugwerk Krone Werlte: Thomas Abeln, Bernard Krone, Petra Menger, Markus Hornig, Willi Poll, Ingo Marklein, Hardy Kloßek und Martin Kruse (von links). Foto: Jürgen EdenGaben den Startschuss für das Gesundheitsmanagement im Fahrzeugwerk Krone Werlte: Thomas Abeln, Bernard Krone, Petra Menger, Markus Hornig, Willi Poll, Ingo Marklein, Hardy Kloßek und Martin Kruse (von links). Foto: Jürgen Eden

jed Werlte. Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Burn-out: Diesen und anderen Zivilisationskrankheiten hat das Werlter Fahrzeugwerk Krone mit dem hauseigenen Pilotprojekt „Move 100“ den Kampf angesagt. Rund 100 Mitarbeiter werden in den kommenden Wochen körperlich so fit gemacht, dass sie am 26. April problemlos am Schlosslauf in Sögel und am 28. Juni am Remmers-Hasetal-Halbmarathon teilnehmen können.

Geschnittene Paprikastreifen, Gurkenscheiben, Möhren, Bananen, Weintrauben und Äpfel: Das Werlter Fahrzeugwerk setzte am Mittwoch schon bei der Konzeptvorstellung mit einem farbenfrohen, aber gesunden Buffet ein deutliches Zeichen. Denn die körperliche und geistige Fitness als Teil eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) beginnt mit einer ausgewogenen und gesunden Ernährung.

„Das BGM müssen wir ganzheitlich betrachten“, sagt Markus Hornig, der auch als Mentaltrainer der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft tätig ist. „In diesem Unternehmen musste ich niemanden erst davon überzeugen. Hier rannte ich offene Türen ein“, freut sich Hornig. Bei Krone war er maßgeblich an der Konzepterstellung beteiligt. Mit jedem einzelnen der 100 teilnehmenden Mitarbeiter sprach er, um einen individuellen Motivations- und Mentaltrainingsplan zu erstellen.

„Gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind die Basis für den Erfolg eines Unternehmens, das gilt für Krone genauso wie für andere auch“, sagte Bernard Krone, der die Fitness seiner Mitarbeiter zur Chefsache erklärte. Er hat auch die gesellschaftlichen Veränderungen im Fokus. „Wir wissen alle um den demografischen Wandel und den damit verbundenen Fachkräftemangel. Kranke Mitarbeiter können wir uns nicht leisten. Wir setzen hier auf Prävention“, sagt er.

Personalleiter Willi Poll machte deutlich, dass Bewerber bei der Jobwahl nicht nur auf eine angemessene Bezahlung achten, sondern mindestens genauso viel Wert auf die weichen Faktoren wie beispielsweise auf ein gutes Betriebsklima und eben auch ein betriebliches Gesundheitsmanagement legen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase soll das BGM in Werlte für die über 1000 Beschäftigten eingeführt werden.

Das ist nach Worten von Martin Kruse vom Zentrum für Präventivmedizin und Leistungsdiagnostik Lingen (ZPL) weitaus mehr als nur ein bisschen Betriebssport oder Fitnesstraining. Denn das Gesundheitsmanagement beginnt bereits mit einer gründlichen medizinischen Untersuchung, sodass individuelle Ziele erarbeitet werden.

Gesund und zufrieden

Von Anfang an involviert war auch der Betriebsrat mit Thomas Abeln an der Spitze. „Die täglichen Ansprüche im Arbeitsleben werden immer größer. Von diesem Konzept profitieren sowohl der Betrieb als auch die gesünderen und zufriedeneren Arbeitnehmer“, sagte er. AOK-Vertriebsleiter Ingo Marklein ist sich sicher, dass mit zufriedenen Mitarbeitern nicht nur die Produktqualität gesteigert werden kann, sondern auch langfristige Erkrankungen vermieden werden können.


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