Ziel soll 2025 erreicht sein Der Hümmling will CO2-neutral werden

Das Klimaschutzkonzept für den Naturstandpunkt Hümmling liegt nun im abschließenden Entwurf vor. Auch den Internetauftritt der Initiative schalteten die Beteiligten bei der Vorstellung des Konzeptes frei. Das Bild zeigt (von links) Hermann Tebben, Günter Wigbers, Werner Gerdes, Ludger Kewe, Karl-Heinz Weber, Daniela Köttker, Ralph Deitermann und Marie-Luise Rottmann-Meyer. Foto: Hermann HinrichsDas Klimaschutzkonzept für den Naturstandpunkt Hümmling liegt nun im abschließenden Entwurf vor. Auch den Internetauftritt der Initiative schalteten die Beteiligten bei der Vorstellung des Konzeptes frei. Das Bild zeigt (von links) Hermann Tebben, Günter Wigbers, Werner Gerdes, Ludger Kewe, Karl-Heinz Weber, Daniela Köttker, Ralph Deitermann und Marie-Luise Rottmann-Meyer. Foto: Hermann Hinrichs

Werlte. Das integrierte Klimaschutzkonzept für die im Naturstandpunkt Hümmling vereinten vier Samtgemeinden Werlte, Nordhümmling, Sögel und Lathen ist fertig. Wo die Reise hingehen soll, stellte die Lenkungsgruppe am Montag während eines Pressegesprächs vor. Demnach ist das übergeordnete Ziel, bis 2025 die bilanzielle CO2-Neutralität zu erreichen. Der Weg dahin führt über mehr als 40 Maßnahmen, die das Konzept auflistet.

So soll es unter anderem durch den Ausbau der Windstromerzeugung und Geothermieprojekte gelingen, die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen von gut 200 Prozent des verbrauchten Stroms in der Region Ende 2012 auf rund 300 Prozent zu steigern, und die Wärmeproduktion von 8 Prozent Ende 2011 soll auf 30 Prozent klettern. Wie Reiner Tippkötter, Geschäftsführer des Planungsbüros „infas enermetric Consulting“ in Greven ausführte, hat man sich zudem vorgenommen, Emissionseinsparungen in Betrieben (-7,5 Prozent) und privaten Haushalten (-15 Prozent) zu erreichen. Darüber hinaus denken die Samtgemeinden über vier konkrete Klimaschutzprojekte nach, für die in der Summe bis zu 250000 Euro Fördergelder beantragt werden können. Innerhalb der kommenden drei Jahre werden laut Tippkötter die mehr als 40 Maßnahmen angegangen. Zu den Zielen des Konzeptes zählt laut Tippkötter auch ein Gebäude- und Energiemanagement für öffentliche Gebäude. Zudem setze man auf Schulungen und Qualifikationen sowie Öffentlichkeitsarbeit, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Fahrt aufnehmen sollen die Bemühungen laut Werltes Erstem Samtgemeinderat Ludger Kewe mit der Einstellung zweier Klimaschutzmanager. „Dafür werden wir in den nächsten drei Jahren jährlich 150000 Euro bereitstellen.“ Allerdings kommt es darauf an, dass Förderanträge vom Bundesumweltministerium bewilligt werden.

Die Klimaschutzmanager sollen Kindergärten, Schulen und andere öffentliche Gebäude beim Thema Energieeinsparung professionell begleiten sowie Unternehmen und Privathaushalte ein umfassendes Beratungsangebot ermöglichen.

Zunächst geht das Klimaschutzkonzept zur Beratung in die Samtgemeinderäte, die ihre Zustimmung erteilen müssen, bevor die Umsetzung anlaufen kann. „Wir sind überzeugt, dass das bis Ende Februar der Fall sein wird, sodass wir im März in Sögel in einer Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit das fertige Konzept vorstellen können“, so Kewe.

Verbunden mit dem formellen Abschluss der Konzeptionsphase war auch die symbolische Freischaltung der Internetseite www.naturstandpunkt-huemmling.de . Die Einzelheiten erläuterte die Leiterin des 3N-Kompetenzzentrums Marie-Luise Rottmann-Meyer. Die Präsenz im Netz, stellt die beteiligten Energiedörfer vor, Projekte regenerativer Energieerzeugung und bietet Fachpublikum sowie allen Interessierten individuell zusammenstellbare „Energierouten“ zum Kennenlernen und Erkunden des Naturstandpunktes vor. „Die Angebote sind ab sofort bei uns buchbar“, so Rottmann-Meyer, deren Mitarbeiter die Internetseite in den vergangenen Monaten entworfen haben.


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