Wagenremise gebaut Gemeinde Lahn wertet ihr Heimathaus auf

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Lahn. Die Gemeinde Lahn ist gerade dabei, ihr Heimathaus und den dortigen Teich zu einem Kleinod des Dorfes werden zu lassen. Eine vor Kurzem fertiggestellte neue Wagenremise ergänzt den Bereich bereits, als Nächstes sind der Teich und der Grillplatz an der Reihe. Bei einem Ortstermin präsentierten die Beteiligten das Erreichte und was noch erreicht werden soll.

Die Wagenremise mit Maßen von etwa zehn mal acht Metern steht hinter dem Heimathaus nahe des vorhandenen Teiches. Sie ist zu einem großen Teil aus neuem Holz errichtet worden, aber die tragenden Ständer stammen laut Bürgermeister Josef Thesing aus einer Scheune in Herßum. Ein Teil des Pflasterklinkers stammt aus einer alten Scheune in Lahn.

Der Regionalmanager der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Hümmling , Ralph Deitermann, sieht in der Wagenremise eine ideale Ergänzung für die Hümmling-Radroute, denn viele Radwanderer würden Lahn ansteuern. Die hätten aber bislang keine Möglichkeit gehabt, für eine Rast einen Unterstand aufzusuchen. Zudem stehe die Remise der Bevölkerung zur Nutzung offen. „Insgesamt hat die Remise 26000 Euro gekostet, davon sind aus dem EU-Förderprogramm Leader 10720 Euro geflossen“, so Deitermann. Die Gemeinde habe sich aber auch mit Eigenleistung beteiligt. So hätten Bürger ehrenamtlich am Bau mitgewirkt.

Das zweite Projekt, die Neugestaltung der Teichanlage, steht im kommenden Frühjahr an. Dafür kalkulieren Bürgermeister Josef Thesing und Planer Richard Gertken mit Kosten in Höhe von rund 55000 Euro. Darin enthalten ist ein von der LAG Hümmling befürworteter Zuschuss aus dem Leader-Programm in Höhe von 22890 Euro.

Was genau soll gemacht werden? Planer Richard Gertken breitet dazu einen großen Plan aus, auf dem das Heimathaus und dessen Umfeld abgebildet sind. Rund um den Teich enthält die Skizze einen gut 200 Meter langen Weg samt Beleuchtung, der völlig neu angelegt werden muss. Zudem soll eine Enteninsel mit Häuschen in den Teich eingebaut werden, und auf der Seite des Heimathauses soll ein Steg ins Wasser ragen, sodass man von hier den ganzen Teich mit Insel und Springbrunnen einsehen kann.

Bevor aber Neues angelegt wird, muss zunächst das ganze Wasser raus, um Morast, Laub und Äste aus dem See baggern zu können. Anschließend werden die Uferböschungen teils etwas abgeflacht, und zur Ahmsener Straße hin wird der See etwas kleiner, um hier Platz für den Rundweg zu schaffen. Zusammen mit dieser Maßnahme wird laut Gertken der gemauerte Grill eine Überdachung erhalten, um beim Heimathaus künftig sommertags auch bei schlechtem Wetter grillen zu können.

„Sobald es geht, werden wir im Frühjahr mit den Arbeiten beginnen. Unser Ziel ist es, Ende Mai fertig zu sein, damit hier im Sommer schon alles genutzt werden kann“, hoffen Bürgermeister Thesing und Richard Gertken auf keinen allzu langen Winter.

Von Amtswegen stünde dem Start aber schon jetzt nichts mehr im Wege, denn laut Wilhelm Sap vom Amt für Landentwicklung in Meppen ist der formelle Bewilligungsbescheid für die Fördermittel aus dem Leader-Programm bereits Mitte November der Gemeinde zugestellt worden.


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