„Startklar für den Beruf“ Gütesiegel für Schulen in Werlte und Papenburg

Von Hermann Hinrichs


Werlte. Mit dem Gütesiegel „Starklar für den Beruf“ sind die Werlter Albert-Trautmann-Oberschule, das Gymnasium Werlte und die Papenburger Heinrich-von-Kleist-Oberschule am Donnerstag im Trailer Forum des Fahrzeugwerks Krone in Werlte ausgezeichnet worden.

Der Vorsitzende der Jury für das Emsland, Krone-Personalleiter in Werlte Klaus Reinhardt, betonte bei der Begrüßung: „Die Schulen haben sehr viel Arbeit in das Projekt gesteckt und sich das Siegel verdient.“ Reinhardt forderte, dass das Vorbereiten der Schüler auf die Berufswelt nicht die Kür, sondern Pflicht sein sollte.

Gerold Wenisch, Geschäftsführer Produktion und Materialwirtschaft im Fahrzeugwerk Krone, verwies in seiner Ansprache darauf, dass auch für die Krone-Gruppe die Nachwuchsförderung „zu einem ganz wesentlichen Zukunftselement für die Standortsicherung“ geworden sei. „Fähiges Personal zu bekommen wird zu einer zentralen Aufgabe werden“, so Wenisch.

Erster Kreisrat Martin Gerenkamp bescheinigte dem Gütesiegel „Startklar für den Beruf“, sich seit dessen Einführung im Jahr 2002 etabliert zu haben. Er betonte, dass die Förderung der beruflichen Orientierung eine hohe gesamtgesellschaftliche Bedeutung habe. Als eine feste Größe nannte er in diesem Zusammenhang die Schülerfirmen, die die Schüler mit authentischen Problemzusammenhängen konfrontieren würden. Auch Karen Mull von der Landesschulbehörde unterstrich die Bedeutung beruflicher Orientierung. Diese funktioniere als Wegsweiser und setze Orientierungspunkte für die Schüler.

Der feierlichen Übergabe der Siegel ging jeweils eine kurze Vorstellung der Schule und eines ihrer Projekte zur beruflichen Orientierung voraus. So setzt die Heinrich-von-Kleist-Oberschule auch aufgrund ihres hohen Anteils von Schülern mit Migrationshintergrund Schwerpunkte auf die Stärkung der Persönlichkeit und der Sprache. Schüler der Ju-Jutsu-AG zeigten dabei unter anderem, wie man sich durch Kampfsporttechnik im Falle eines Angriffs behaupten kann.

Die Albert-Trautmann-Oberschule stellte ihren Schulgarten vor, in dem sowohl die Garten-AG als auch die Kunst-AG daheim sind, da diese hier bereits viele ihrer Werke aufgestellt hat. Das zweite Projekt war „Ich schenke Zeit“. Regelmäßig besuchen Schüler Senioren im örtlichen St.-Raphael-Stift, um mit ihnen zusammen zu sein.

Das Gymnasium Werlte, das bis zur Klasse 10 unterrichtet, erläuterte den Festgästen das Projekt „Abi, was dann?“. An drei Tagen weilen die Schüler in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte in Papenburg und beschäftigen sich dort intensiv mit sich, der persönlichen Zukunft und natürlich damit, wie diese beruflich aussehen könnte.

Das Gymnasium erhielt das Siegel nach 2010 zum zweiten Mal und darf es nun fünf Jahre lang führen. Die beiden Oberschulen indes erhielten es zum ersten Mal und dürfen sich damit nun drei Jahre lang schmücken.


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