Schnelles Internet Breitbandausbau in Werlte und Sögel

Der Breitbandausbau in den Samtgemeinden Werlte und Sögel soll nun auch durch funkgestützte Technik erfolgen. Über die Pläne informierten Sögels SG-Bürgermeister Günter Wigbers, Werltes Erster Samtgemeinderat Ludger Kewe, Emslandtel-Geschäftsführer Andreas Schröder und sein Technischer Leiter Sebastian Hoogland. Foto: Hermann HinrichsDer Breitbandausbau in den Samtgemeinden Werlte und Sögel soll nun auch durch funkgestützte Technik erfolgen. Über die Pläne informierten Sögels SG-Bürgermeister Günter Wigbers, Werltes Erster Samtgemeinderat Ludger Kewe, Emslandtel-Geschäftsführer Andreas Schröder und sein Technischer Leiter Sebastian Hoogland. Foto: Hermann Hinrichs

Werlte. Die Versorgung mit schnellem Internet ist besonders im Gewerbegebiet der Gemeinde Werlte ein Problem. Gleiches gilt für manchen Standort auch in Sögel. Bis zum Sommer kommenden Jahres soll es aber gelungen sein, dieses Manko zu beheben – und zwar in beiden Samtgemeinden. Bis in den letzten Winkel soll dann schnelles Internet möglich sein.

Wie Werltes Erster Samtgemeinderat Ludger Kewe und Sögels Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers während eines Pressegesprächs bekannt gaben, werde die in Meppen ansässige Firma ETN Emslandtel ihren Aktionsradius auch auf Werlte und Sögel ausdehnen und hier einen richtfunkgestützten Breitbanddienst aufbauen, der Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde ermöglichen wird.

Dazu wird nach Auskunft von Emslandtel-Geschäftsführer Andreas Schröder noch in diesem Jahr ein 60 Meter hoher neuer Funkturm im Werlter Gewerbegebiet errichtet. Zudem werden auf hohen Gebäuden in Sögel und Klein Berßen ebenfalls Antennen montiert. Darauf folge ein weiterer Ausbau des Richtfunknetzes, bis die beiden Samtgemeinden komplett abgedeckt seien. Dabei könne alleine der Turm in Werlte grob gesagt die gesamte Gemeinde abdecken. Zu den weiteren geplanten Standorten für Richtfunkantennen gehören auch die Gemeinden Börger, Vrees und Lahn.

Laut Geschäftsführer Schröder würden Kunden, die die schnelle Verbindung nutzen wollen, eine Antenne an ihrem Haus montieren, um so die Daten via Funk an die zentralen Antennenstandorte zu schicken, von wo aus sie weitergeleitet werden. „Unser Vorteil ist, dass wir die sogenannte letzte Meile aussparen, also die Strecke Kupferkabel, die das Tempo stark reduziert.“ Dabei stütze sich Emslandtel auf ein technisch völlig eigenständiges System, dass schnelles Internet auch auf entlegenen Höfen und Stallgebäuden ermögliche.

Für Kewe und Wigbers ist die Funklösung eine gute Ergänzung, weil sie kurzfristig eine wirksame Verbesserung der Versorgung darstelle. Der Ausbau des Kabelnetzes hingegen sei zwar weiterhin wünschenswert, doch es handele es sich laut Kewe um eine „langwierige Geschichte“. Dabei sei der heutige Versorgungsstand der rund 150 Werlter Unternehmen und auch vieler landwirtschaftlicher Betriebe „völlig unzureichend“.

Für die Samtgemeinde Werlte wird laut Kewe am Dienstag, 19. November, im Saal Hahnenkamp in Werlte ab 20 Uhr eine Informationsveranstaltung stattfinden, in der über das Thema Breitbandversorgung in der Samtgemeinde informiert werden wird.


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