Esterwegen nun schon Dritter Fußball: Sparta sendet Lebenszeichen aus dem Keller

Wieder Tritt gefasst hat der SV Sparta Werlte in der Kreisliga. Symbolfoto: ColourboxWieder Tritt gefasst hat der SV Sparta Werlte in der Kreisliga. Symbolfoto: Colourbox

Papenburg. Wie gewonnen, so zerronnen: Nach einer Woche an der Tabellenspitze in der Fußball-Kreisliga musste der SV Surwold den Platz an der Sonne wieder räumen. Und nicht nur das: Durch die eigene 2:3-Pleite in Geeste und den Sieg des SV Esterwegen gegen Leschede (2:1) rutschte der Aufsteiger bis auf Rang vier ab. Neuer Dritter ist Esterwegen. Derweil sendet Sparta Werlte ein weiteres Lebenszeichen aus dem Keller.

Ein kleiner Schritt in der Tabelle, ein großer Schritt auf dem Fußballplatz: Durch den 4:1-Erfolg beim SV Bawinkel sprang Werlte zwar nur vom vorletzten auf den drittletzten Tabellenplatz, präsentierte sich nach wochenlanger Erfolglosigkeit aber in starker Verfassung. „Sparta Werlte lebt“, freute sich Obmann Robert Thyen über den zweiten Dreier in Folge. Spielte vergangenes Wochenende gegen Dalum noch ein schwacher Gegner den Spartanern im Kampf aus dem Keller in die Karten, hieß es nun: „Wir waren gut, aber Bawinkel war auch gut“, betonte Thyen. So sei der Gegner aus eigener Kraft geschlagen worden. „Unsere haben richtig gekämpft“, lobte der Fußballobmann. Nur einmal, kurz nach der Halbzeit – Dimitri Porsch hatte nach 180 Sekunden das 1:0 erzielt – , „da dachte man, wir fallen wieder in alte Verhältnisse zurück“. Aber diesmal brach Werlte nicht ein, im Gegenteil. Zunächst erhöhte Tobias Knoll auf 2:0 (71.), dann schraubten Michael Hinrichs (79.) und Bernd Meiners (82.) das Ergebnis in die Höhe. Der Bawinkeler Ehrentreffer (88.) fiel somit nicht weiter ins Gewicht.

Während der Blick auf die Tabelle anderen Trainern sorge bereitet, freut sich Thyen, dass zwischen Abstiegsplatz und Tabellenführung nur 15 Punkte liegen. Dadurch erhält Spartas stiller Traum, noch einmal oben angreifen zu können, weiter Nahrung. Doch wirklich geträumt wird in Werlte derzeit nicht. Für Thyen zählt zuerst: „Nächste Woche müssen wir nachlegen.“ Bei einem Erfolg gegen Baccum (So., 14.30 Uhr) wäre der Sprung ins Tabellenmittelfeld möglich.

Derweil musste der SV Surwold einen Rückschlag hinnehmen. Das 2:3 in Geeste war zwar erst die dritte Saisonniederlage, schwerer als die Pleite wiegt aus Sicht von Trainer Hermann Eiting, wie sie zustande kam. „Wenn man so wie wir in der ersten Halbzeit auftritt, hat man in der Klasse nichts zu suchen“, attestierte Eiting seiner Elf eine enttäuschende Leistung. Sinnbildlich dafür war der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich (33.), nachdem Alex Bauer die Nordhümmlinger nach einer Viertelstunde in Führung gebracht hatte. Ein Schuss aus 20 Metern mittig aufs Tor ging in die Maschen. „Den Ball hätte er haben müssen“, sieht der Trainer einen Fehler von Torwart Bernd Christmann. Die Niederlage will Eiting seinem Schlussmann aber keineswegs ankreiden. „Das passte zu unserem Spiel, in der ganzen Entstehung sind wir zu naiv rangegangen.“ Einziger Lichtblick aus Sicht des Trainers: „Zumindest kämpferisch hat sich unser Spiel in der 2. Halbzeit gebessert.“ Für als den Anschlusstreffer wieder durch Bauer (87.) reichte es aber nicht mehr. „Ich hoffe, dass jeder begreift, dass wir so auswärts nicht antreten müssen“, betont Eiting. Schließlich sei Geeste keine überragende Mannschaft gewesen.

Ganz schön gemausert hat sich der katastrophal in die Saison gestartete SV Esterwegen. Nach dem 2:1-Sieg am Freitagabend grüßt der SVE von Rang drei. Dabei ließen sich die Nordhümmlinger vor 90 Zuschauern weder durch den frühen Rückstand (5.) noch einen verschossenen Foulelfmeter von Erhan Colak (70.) aus dem Konzept bringen. Vor seinem Lapsus hatte Colak selbst ausgeglichen (20.). Den Siegtreffer markierte Thomas Holm zehn Minuten vor Schluss.

Esterwegen: Rinneberg, Strack, Korte, Rieken, Brake (67. Polattimur), Vural, Thomes, Holm, Ludewig (90. Kröger), Röwe, Colak.

Surwold: Christmann, Robin, Lohmann, Janssen, Bauer, Terhalle, Papen, Pohlmann (61. Hegerkamp), Jansen (61. Langlitz), Goll (83. Eissing), Engbers.

Werlte: Richter, Knoll (78. Diepholz), Jansen, Eilers, Friedemann, Porsch, Völk (68. Grefer), Meiners, Melcher, Hinrichs (86. Thole), Richter


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