Gestaltung des Rathausumfeldes Stadtumbau Werlte: SPD fordert Bürgerbeteiligung

Im Fokus der Beratungen um die Umgestaltung der Werlter Stadtmitte steht auch das Werlte Center. Foto: Archiv/MoormannIm Fokus der Beratungen um die Umgestaltung der Werlter Stadtmitte steht auch das Werlte Center. Foto: Archiv/Moormann

Werlte. Derzeit laufen die Beratungen über die Neugestaltung des Werlter Rathausumfeldes. Die SPD-Fraktion im Werlter Stadtrat setzt sich für eine Informationsveranstaltung ein, um den Bürgern die Pläne näher zu bringen.

Es geht um ein Vorhaben, das laut SPD "das Gesicht der Ortsmitte zwischen Loruper Straße und Kirchstraße wesentlich prägen und über die Attraktivität der Stadt entscheiden wird". Die Loruper Straße, der Marktplatz sowie die Parksituation und Verkehrsführung würden sich gravierend verändern. Ein neues Rathaus sei auch in Planung. 

Seitens der SPD-Fraktion sei deshalb immer wieder die Beteiligung der Öffentlichkeit angemahnt worden. Natürlich hätten zunächst vertrauliche Gespräche unter anderem mit möglichen Investoren geführt werden müssen, so die Sozialdemokraten. Zuletzt habe aber auch Stadtdirektor Ludger Kewe im Juni in der Sitzung des Samtgemeinderates zugesichert, Pläne in einer Bürgerversammlung vorzustellen, die Öffentlichkeit zu beteiligen und Meinungen anzuhören, teilt die SPD weiter mit

„Geschehen ist bisher nichts“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Heinz Schwarte. In den beiden letzten Monaten des Jahres sollen nun endgültig die Beschlüsse durch die Ratsgremien gefasst werden. Sollten die Bürger erst danach eingeladen werden, könne man nicht mehr von einer Beteiligung der Bürger sprechen, merkt die SPD kritisch an. Das decke sich auch nicht mit der Ankündigung des Stadtdirektors vom Juni, schon gar nicht mit dem eigenen Anspruch, den die Verwaltung mit einem neuen Projekt „zur Optimierung der Verwaltungsarbeit“ formuliert hatte. Darin heißt es laut SPD, dass der Informationsfluss in der Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit verbessert werden solle. 

Öffentlichkeitsarbeit könne nicht nur heißen, schöne neue Nachrichten zu verkünden - das geschehe ja häufig, so die SPD. Dazu gehöre aber der Dialog mit den Bürgern, auch dann, wenn vielleicht Widersprüche oder kritische Anmerkungen zu erwarten sind. Die SPD-Fraktion beantrage daher, noch vor den Schlussberatungen im November die Bürgerversammlung durchzuführen. „Es ist höchste Zeit für den Bürgerdialog“, stellt Schwarte abschließend fest.  


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