Besuch aus Lidzbark Warminski Werlte will Austausch mit polnischem Partner intensivieren

Von pm

Bei dem Treffen in Werlte verständigten sich die Delegationen vom Hümmling sowie der polnischen Partnerstadt auf eine Intensivierung des Austausches. Foto: Stadt WerlteBei dem Treffen in Werlte verständigten sich die Delegationen vom Hümmling sowie der polnischen Partnerstadt auf eine Intensivierung des Austausches. Foto: Stadt Werlte

Werlte. Die Stadt Werlte will den Austausch mit der polnischen Partnerstadt Lidzbark Warminski intensivieren. Das wurde bei einem Besuch von Bürgermeister Jacek Wisniowski und dem Partnerschaftsbeauftragten Pawel Piatek in der Stadt auf dem Hümmling deutlich.

Im Vordergrund standen nach Angaben der Stadtverwaltung die Intensivierung des Austausches insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus. Während Werlte einen guten Ruf als Industriestandort genieße, könne Lidzbark Warminski auf zahlreiche Projekte im Bereich Naherholung und Tourismus zurückgreifen. Gemeinsames Ziel sei die Attraktivitätssteigerung beider Städte für Investoren und Touristen.

Einen weiteren Themenschwerpunkt stellte der schulische Austausch beider Städte dar, der in Werlte von Irmgard Neubert betreut wird. Der Austausch zwischen Lidzbark Warminski und Werlte besteht im kommenden Jahr 15 Jahre und zeigt die Vorzüge Europas. 

Freundschaften fürs Leben

Jugendliche beider Städte werden der Verwaltung zufolge in Gastfamilien untergebracht und würden somit nicht nur die andere Schule, sondern auch das andere Leben, Essen und die anderen Gewohnheiten kennenlernen und mit neuen Lebenserfahrungen wiederkommen. „Mittlerweile haben wir hier schon die zweite Generation an Austauschschülern und man merkt, dass teils Freundschaften fürs Leben geschlossen werden“, wird Neubert in der Mitteilung der Stadt Werlte zitiert.

Auch der stellvertretende Schulleiter Hendrik Flatken bestätigte die Aussagen und lobte die Art und Weise des Umgangs „Durch das Leben in einer Gastfamilie können die Schüler eine fremde Kultur von Innen heraus und als aktiver Teil kennen lernen“, so Flatken.

Respekt, Toleranz und Verständnis

Eng verbunden mit der positiven Persönlichkeitsentwicklung im Schüleraustausch ist der Erwerb von verschiedenen Schlüsselkompetenzen. Zu diesen gehören – neben Fremdsprachenkenntnissen – vor allem soziale Kompetenzen wie Flexibilität, Weltoffenheit und Toleranz. Insbesondere die grenzüberschreitende interkulturelle Kompetenz, die der Schüler im täglichen Miteinander mit der Gastfamilie erlange, sei in Zeiten der Globalisierung zunehmend gefragt. Sie beinhaltet, mit Menschen anderer Kulturkreisen angemessen umgehen und kommunizieren zu können, indem ihnen Respekt, Toleranz und Verständnis entgegengebracht wird.

Sowohl Werltes Bürgermeister Daniel Thele als auch sein polnischer Amtskollege Jacek Wisniowski seien sich einig gewesen, dass diese Schulpartnerschaft noch viele Jahre fortgeführt werden soll.


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