Belohnung für Klimaschutzaktivitäten Hümmlinger Schulen erhalten 15.000 Euro Prämien

Von pm

Vertreter der Schulen haben die Prämien von Klimaschutzmanagerin Kathrin Klaffke (links) erhalten. Foto: Energieregion HümmlingVertreter der Schulen haben die Prämien von Klimaschutzmanagerin Kathrin Klaffke (links) erhalten. Foto: Energieregion Hümmling

Werlte. 26 Schulen aus den vier Samtgemeinden Nordhümmling, Lathen, Sögel und Werlte erhalten auch in diesem Jahr wieder Prämien in Höhe von insgesamt rund 15.000 Euro für ihre Aktivitäten in Sachen Klimaschutz.

Das Klimaschutzprojekt für Schulen wird bereits seit vier Jahren von der Klimaschutzmanagerin der Energieregion Hümmling, Kathrin Klaffke, betreut. Es ziele darauf ab, die Schüler für das Thema zu sensibilisieren und das Nutzerverhalten zu verändern, um Energie zu sparen. Die Aktivitäten werden mithilfe eines Fragebogens festgehalten und am Ende des Schuljahres mittels eines Schlüssels in Prämien umgewandelt, die den Schulen dann zugutekommen.

Sensibilisierung der Schüler

Im vergangenen Schuljahr wurden die bereits begonnen Aktivitäten weiter ausgebaut. Energiedienste in den Klassen sorgen dafür, dass auf den sparsamen Umgang mit Energie in der Schule geachtet wird. Zur Sensibilisierung der Schüler wurden Schulungen durch das Klimaschutzmanagement in allen Schulen durchgeführt. Viele Schulen haben darüber hinaus Projekt- und Aktionstage an Ihren Schulen veranstaltet. An den weiterführenden Schulen fanden Projekttage mit dem Bochumer Umweltbildungsunternehmen „Geoscopia“ statt, um den Schülern durch Live-Satellitenbilder der Erde die Ursachen und Folgen von Klimaveränderungen deutlich zu machen.

„Die Bildung ist ein zentraler Baustein unserer Klimaschutzarbeit. Die Kinder können nicht früh genug an dieses zentrale Zukunftsthema herangeführt werden“, wird Ludger Kewe, Werltes Samtgemeindebürgermeister, in einer Mitteilung zitiert.

Darüber hinaus haben sich alleine 15 Grundschulen mit über 1900 Schülern an der Aktion „Grüne Meilen“ beteiligt und dabei Punkte gesammelt, in dem sie mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kamen. Die gesammelten Punkte wurden vom Klimabündnis als Beitrag der Kinder Europas zum globalen Klimaschutz mit zur UN-Klimakonferenz 2018 nach Katowice in Polen genommen. 

Die weiterführenden Schulen beteiligten sich am „Greenday“, einem bundesweiten Berufsinformationstag für grüne Berufe. An diesem Tag haben zahlreiche Unternehmen der Region ihre Türen geöffnet, um den Schülern einen Einblick in die Berufswelt und darüber hinaus in ihre Aktivitäten in Sachen Energie und Umweltschutz zu geben. Andere Schulen führten Energie-Aktionstage oder Exkursionen zu außerschulischen Lernorten durch. Statt eines Schulfrühstücks wurden auch Klimafrühstücke angeboten, bei dem Schüler erfahren konnten, wie sie mit ihrem Essen das Klima beeinflussen können. Auch künstlerisch waren die Schulen aktiv: Viele bastelten aus Müll neue Kunstwerke.

Förderung bis Mai 2020

Auch in diesem Schuljahr sind wieder viele Projekte geplant: Mit Hilfe eines Klimaparcours können Schüler der weiterführenden Schulen mehr zum Thema Klimawandel und Klimaschutz erfahren. Außerdem soll das Thema Handyrecycling mehr in den Focus rücken und zeigen, woraus ein Handy besteht und warum das Recycling der Inhaltsstoffe so wichtig ist.

Das Klimaschutzprojekt wird bis Mai 2020 die Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Kommunalrichtlinie gefördert. Die Samtgemeinden Lathen, Sögel und Werlte haben beschlossen, das Klimaschutzmanagement nach dem Auslaufen der Förderung zu verstetigen, sodass die Aktivitäten und Projekte in den Schulen der drei Samtgemeinden weitergeführt werden können, heißt es in der Mitteilung.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN